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Logo spaltet das Dorf

Lisa Wickart, Mattia Lorenzi

Umfrage Da die ältesten Exemplare bis ins zwölfte Jahrhundert zurückreichen, haben Gemeindewappen in der Schweiz eine lange Tradition. 1939 lockte die Schweizerische Landesausstellung mit der «Fähnlistrasse», einem mit den schweizerischen Gemeindefahnen geschmückten Höhenweg. Jedoch verfügte damals nicht jede Gemeinde über ein Wappen, und so wurden viele im 20. Jahrhundert kreiert. Seither sind sie Symbole lokaler Identität und lösen bei Änderungen, wie jüngst in Rorschacherberg, oft emotional geführte Diskussionen aus. Einwohner Rorschacherbergs nehmen nun Stellung zu den Fragen, ob sie das neue Gemeindewappen im Alltag bemerkt haben, wie sie es wahrnehmen und ob sie Beschwerden nachvollziehen können.

«Das neue Logo stört mich überhaupt nicht», sagt ein 23-jähriger Rorschacherberger. Er sehe es gerade zum ersten Mal. Solange wenigstens die Farben des Wappens mit dem neuen Design übereinstimmen, findet der junge Einwohner das Logo in Ordnung. Dass die Bürger bei der Gestaltung nicht mitreden durften, sei jedoch ein Schritt in die falsche Richtung. «Die Einwohner sollten auch in solch einer Situation ein Mitspracherecht haben.» Ein zugezogener Rorschacherberger versteht die Aufregung um das neue Logo nicht: «Das ist doch nicht so eine grosse Sache.» Sowohl das alte Wappen als auch das neue moderne Logo gefallen ihm.

«Ich finde es richtig, sich dagegen zu wehren»

Ganz anders sieht das eine 72-jährige Rorschacherbergerin: «Das Logo ist schrecklich.» Es habe gar nichts mit dem alten Wappen gemein. «Ein Stück Identität geht verloren», sagt die Rentnerin. Inwiefern das neue Design die Gemeinde repräsentieren soll, sei ihr schleierhaft. «Ich finde es richtig, dass sich Bürger dagegen wehren.» Die Rorschacherbergerin fragt sich, warum die Gemeinde die Einwohner nicht mit einbezogen hat. Dass das neue Logo nun auch auf Fahrzeugen der Gemeinde angebracht wird, gehe zu weit.

Ein Rentner dagegen findet den Aufschrei über das neue Logo eine Lappalie: «Ich sympathisiere weder mit der SVP noch finde ich die Gegenwehr der Partei nötig.» Es sei keine grosse Sache, dass die Gemeinde das Logo ohne die Mitsprache der Einwohner eingeführt habe. «Bei so etwas müssen die Einwohner nicht mit einbezogen werden.» Eine weitere Rorschacherbergerin findet die Unterschriftenaktion übertrieben. «Es gibt weitaus wichtigere politische Entscheidungen zu treffen.» Ihr sei das Logo zudem noch nirgends in Rorschacherberg aufgefallen.

«Aufregung ist übertrieben»

Er habe die Aushänge gegen das neue Logo schon gesehen, sagt ein 45-jähriger Einwohner. «Mir war dabei aber nicht klar, was mir das Plakat sagen sollte.» Die Aufregung um das Logo sei übertrieben. Er sei jedoch der Meinung, dass das Handeln der Gemeinde nicht ganz richtig war. «Die Bürger hätten mit einbezogen werden sollen.»

Lisa Wickart, Mattia Lorenzi

redaktionot@tagblatt.ch

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