Löhne zu tief – aber nicht diskriminierend

ST.GALLEN. Das St.Galler Verwaltungsgericht hat eine Lohngleichheitsklage für pflegende Frauen abgewiesen. Zwar verdienten Krankenschwestern zu wenig, ihre Löhne seien aber nicht geschlechterdiskriminierend.

Drucken
Teilen
Die klagenden Vertreterinnen des Pflegefachpersonals können das Urteil ans Bundesgericht weiterleiten. (Bild: Ralph Ribi)

Die klagenden Vertreterinnen des Pflegefachpersonals können das Urteil ans Bundesgericht weiterleiten. (Bild: Ralph Ribi)

Das St.Galler Verwaltungsgericht hat am Dienstag mehrere, seit fünf Jahren hängige, Lohnklagen abgewiesen. Mehrere Vertreterinnen von Pflegeberufen hatten geltend gemacht, dass der Kanton für typische Frauenberufe im Gesundheitswesen tiefere Löhne zahle, als für typische Männerberufe, wie zum Beispiel Polizisten.

Bei den Krankenschwestern seien die Löhne laut einem Gutachten zwar tatsächlich zu tief, aber sie seien nicht diskriminierend, schreibt das Gericht in seinem Urteil. Weil die klagenden Frauen nur eine geschlechterbedingte Diskriminierung geltend machten, weise das Verwaltungsgericht die Klage ab.

Bei den Operations- und Radiologie-Assistentinnen und den Laborantinnen seien die Löhne laut einem Gutachten im Vergleich mit den Polizisten sogar zu hoch. Deshalb werde ihre Klage abgewiesen, schreibt das Gericht. (sda)

Aktuelle Nachrichten