LITERATUR: Gezwitscher aus dem Bus

Die St. Galler Autorin ist am Montag zu Gast in der Matinée der Stadtbibliothek St. Gallen. Im Raum für Literatur erzählt sie, wie aus ihren Twitter-Tweets das Buch «Sitze im Bus» entstanden ist.

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Autorin Claudia Vamvas twittert aus dem Bus. (Bild: Michel Canonica)

Autorin Claudia Vamvas twittert aus dem Bus. (Bild: Michel Canonica)

Fast täglich fährt die St. Galler Autorin Claudia Vamvas im Bus. Sie beobachtet die Menschen und das Geschehen um sie herum. Was sie während ihrer Busfahrten durch die Stadt hört und sieht, fasst sie zu 140 Zeichen kurzen Erzählungen zusammen. Diese Episoden aus dem Leben schickt sie dann via Social-Media-Plattform Twitter in die weite Welt des Internets hinaus.

Als Claudia Vamvas vor sieben Jahren einen Account bei Twitter erstellte, dachte sie gemäss Mitteilung keine Sekunde daran, dass sich ihr Leben durch wenige Knopfdrücke verändern könnte. Mit ihren Twitter-Beiträgen unter ihrem Synonym @akkordeonistin wurde sie jedoch bald darauf bekannt. Schon bald wurde eine Berliner Verlegerin auf Vamvas und ihre kurzen Episoden aus dem Bus aufmerksam. So kam es, dass 2016 aus ihren Beobachtungen das Buch «Sitze im Bus» entstanden ist. Für die St. Galler Autorin ermöglichten sich so künstlerische Zusammenarbeiten. Am Montag, 10 Uhr, erzählt Vamvas in der Matinée der Stadtbibliothek St. Gallen, wie aus ihren Tweets das Buch entstanden ist. Ausserdem liest sie Kostproben vor. Der Anlass findet im Raum für Literatur statt.

Das Handwerk im Buchhandel gelernt

Im Sommer des vergangenen Jahres erhielt Claudia Vamvas von der Stadt St. Gallen einen Förderpreis für ihr literarisches Schaffen. Die Autorin ist 1968 in Gossau aufgewachsen. Sie arbeitete während 20 Jahren in verschiedenen Bereichen des Buchhandels. Heute arbeitet sie als Korrektorin/Lektorin. (pd/ren)