Linksrutsch im Kanton St.Gallen

ST.GALLEN. Im St. Galler Kantonsparlament kommt es zu einem Linksrutsch: SP und Grüne gewinnen zusammen fünf Sitze, die Grünliberalen legen vier Sitze zu. Nach Jahren des Höhenflugs stürzt die SVP ab und verliert im Vergleich zu den Wahlen 2008 sechs Sitze.

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Die 120 Sitze im St. aller Kantonsrat verteilen sich wie folgt: SVP 35 (-6), CVP 29 (-4), FDP 22 (-1), SP 20 (+4), Grüne 5 (+4), EVP 2 (unverändert), GLP 5 (+4), BDP 2 (+2).

Die SVP bleibt zwar stärkste Fraktion, sie hält aber mit der FDP nicht mehr die Mehrheit im Parlament und verpasst die Zielsetzung ihre derzeit 42 Mandate (Wahlen 2008:41) zu halten. Die FDP verliert einen Sitz, anstatt wie geplant zwei Sitze zuzulegen. Die zweitstärkste Fraktion bleibt die CVP. Der Negativtrend der CVP geht weiter und drückt sich in vier Sitzverlusten aus.

Jubeln dürfen die SP, die Grünen und die GLP und die BDP. Die SP legt vier Sitze zu. Der «Rechsteiner-Effekt» spielte zwar nicht in allen Wahlkreisen und so wurde nichts aus den ambitiösen neun Sitzegewinnen. Nicht erreicht haben auch die Grünen ihr Wahlziel von sieben Sitzen, was Fraktionsstärke bedeutet hätte. Ein zusätzlicher Sitz darf trotzdem gefeiert werden.

An ihren Erfolg bei den Nationalratswahlen anknüpfen konnten die GLP und die BDP. Die Grünliberalen legen um vier auf fünf Sitze zu und erreichen exakt ihr Wahlziel. Die BDP, die in fünf von acht Wahlkreisen antrat, holt auf Anhieb zwei Sitze. (sda)