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Links-Grün +3, Bürgerblock –3

ST.GALLEN. Linksrutsch bei den Kantonsratswahlen im Wahlkreis St. Gallen-Gossau: SP, Grüne und Grünliberale gewinnen je einen Sitz. Zu den Siegern gehört auch die BDP mit ihrem ersten Sitz. Verloren haben die SVP (–2), die CVP (–1) und die FDP (–1).
Reto Voneschen
Strahlende Siegerin: Bettina Surber (links mit der Wahlstatistik in der Hand) war gestern mit der von ihr präsidierten SP-Stadtpartei St. Gallen erfolgreich und wurde gleichzeitig auch noch neu in den Kantonsrat gewählt. Rechts im Bild Mutter Ursula Surber (Wittenbach). (Bild: Urs Bucher)

Strahlende Siegerin: Bettina Surber (links mit der Wahlstatistik in der Hand) war gestern mit der von ihr präsidierten SP-Stadtpartei St. Gallen erfolgreich und wurde gleichzeitig auch noch neu in den Kantonsrat gewählt. Rechts im Bild Mutter Ursula Surber (Wittenbach). (Bild: Urs Bucher)

Der Ausgang der Kantonsratswahlen in den neun Gemeinden des Wahlkreises St. Gallen-Gossau ist keine Überraschung. Der Trend der Nationalratswahlen 2011 hat am Wochenende die erwartete Fortsetzung gefunden. Die Verschiebungen bei Sitzen und Stimmanteilen sind aber nicht dramatisch. Von einem «linksgrünen Erdrutsch» etwa kann man sicher nicht reden.

SVP abrupt gestoppt

Bei den Wahlen 2004 und 2008 hatte sich die SVP im Steigflug befunden und zugelegt. Jetzt wurde sie gestoppt und musste gleich zwei ihrer acht Sitze abgeben. Durchgestartet ist als einzige bürgerliche Partei die Direktkonkurrenz der SVP: Die BDP gewann bei der ersten Teilnahme an Kantonsratswahlen in der Region St. Gallen-Gossau auf Anhieb einen Sitz.

Die FDP verlor gestern im Wahlkreis St. Gallen-Gossau den 2008 zusätzlich eroberten sechsten Kantonsratssitz. Ihren Stimmenanteil konnten die Freisinnigen allerdings verteidigen: Er sank von 17,9 auf 17 Prozent (bei der SVP sank er von 25,1 auf 19,2).

Ihren stetigen Sinkflug fortgesetzt hat die einst im Wahlkreis dominierende CVP. Sie musste nach 2008 wieder einen Sitz abgeben, hat damit noch sechs Mandate. Der Stimmenanteil, der 2004 noch bei 25,8 Prozent lag, sackte gestern auf 20,1 Prozent ab. Und was der CVP auch zu denken geben muss: Zwei ihrer erneut antretenden Bisherigen flogen hochkant aus dem Kantonsrat; an ihrer Stelle wurden zwei Neue gewählt.

Resultat 2008 korrigiert

SP, Grüne und Grünliberale konnten gestern im Wahlkreis St. Gallen-Gossau je einen Sitz zulegen. Die SP kommt damit wieder auf sieben, Grüne und Grünliberale kommen auf je zwei Kantonsratssitze. Alle drei Parteien hatten 2008 Proporzpech: Die SP verlor damals knapp ihren siebten Sitz. Grüne und Grünliberale gingen damals bei der Verteilung der Restmandate knapp je an einem solchen Sitz vorbei. Bei den gestrigen Wahlen konnten alle drei jetzt gemäss dem Trend der Nationalratswahlen beim Stimmenanteil und damit eben auch bei den Sitzen zulegen.

EVP verteidigt ihren Sitz

Die Evangelische Volkspartei (EVP) St. Gallen-Gossau blieb gestern ihrem Ruf treu: Dank Stammwählerschaft hält sie seit Jahren einen Stimmenanteil von 3 bis 3,5 Prozent und damit einen Sitz im Kantonsrat. Gestern legte sie gegenüber 2008 um 0,1 auf 3,1 Prozent zu – und konnte ihr Mandat wieder erfolgreich verteidigen.

Ganz klar nicht gereicht hat es der Piratenpartei. Sie trat gestern erstmals im Wahlkreis St. Gallen-Gossau zu Wahlen an. Mit einem Stimmenanteil von 1,3 Prozent ging sie aber klar an einem Kantonsratssitz vorbei. Ebenfalls keine Chance hatten die Schweizer Demokraten (SD). Sie verloren weiter an Stimmenanteil und landeten gestern bei 0,3 Prozent.

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