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Linie 12 soll verlängert werden

ST.GALLEN. Die Buslinie 12 erfüllt die gesteckten Ziele. Der Stadtrat möchte deshalb im Dezember den definitiven Betrieb einführen und sie mit der Linie 10 verbinden. Dadurch würde das Angebot ausgebaut, aber auch der Kauf eines neuen Busses nötig.
David Gadze
Die Buslinie 12 hat sich bewährt. Sie soll im Dezember ihren regulären Betrieb aufnehmen und mit der Linie 10 verbunden werden. (Archivbild: Ralph Ribi)

Die Buslinie 12 hat sich bewährt. Sie soll im Dezember ihren regulären Betrieb aufnehmen und mit der Linie 10 verbunden werden. (Archivbild: Ralph Ribi)

Mit dem Fahrplanwechsel im Dezember soll der Versuchsbetrieb der Buslinie 12 den regulären Betrieb aufnehmen. Das beantragt der Stadtrat in einer Vorlage, die voraussichtlich am 30. April im Stadtparlament behandelt wird. Zudem soll die Linie 12 mit der Linie 10 (Hauptbahnhof–Oberhofstetten) verbunden und das Fahrplanangebot verbessert werden. Die entstehenden jährlichen Kosten der Verkehrsbetriebe St. Gallen (VBSG) von rund einer Dreiviertelmillion Franken für definitiven Betrieb der Linie 12 sowie von rund 373 000 Franken für den Zusammenschluss mit der Linie 10 sollen zulasten der laufenden Rechnung abgegolten werden.

Neuer Bus für Durchmesserlinie

Die Linie 12 verbindet seit Dezember 2010 den Hauptbahnhof über das Klosterviertel und die Steinachstrasse mit dem Abacus-Platz. Obwohl der Zielwert der Fahrgäste im Jahr 2011 nicht erreicht wurde, stimmte das Stadtparlament bereits nach acht Monaten «aufgrund der Erkenntnisse aus dem ersten Betriebsjahr» einem Angebotsausbau zu. Dadurch habe der 12er «massiv an Bedeutung gewonnen». 2012 und in der Hochrechnung für das laufende Jahr wurde der Zielwert dann überschritten, obwohl er im Zuge des Angebotsausbaus nach oben korrigiert wurde (rund 1000 Fahrgäste pro Tag). Der Versuch könne deshalb als Erfolg gewertet werden, schreibt der Stadtrat in der Vorlage. Kundenbefragungen hätten ausserdem gezeigt, dass einige Personen vom Auto auf den öV umgestiegen sind und aufgrund der Einführung der Linie 12 ein Monats- oder Jahresabo gekauft haben.

Für die Durchmesserlinie vom Abacus-Platz nach Oberhofstetten müsste ein zusätzlicher Niederflur-Midibus beschafft werden. Der Kredit von 500 000 Franken ginge zulasten der Investitionsrechnung der VBSG. Als Problem erwies sich im Versuchsbetrieb nämlich das Einhalten des Fahrplans. Die einkalkulierte Fahrzeit von 20 Minuten war zu knapp bemessen. Um die Fahrplanstabilität zu erhöhen, sei entweder die notwendige Fahrzeit zu reduzieren oder ein zusätzliches Fahrzeug einzusetzen, schreibt der Stadtrat.

Da auf der heutigen Strecke «alle verhältnismässigen Verbesserungen zur Entschärfung des Fahrzeitproblems ausgeschöpft» seien, hat die Stadt alternative Routen geprüft, um die Fahrzeit zu verkürzen. Die Zeitvorgaben könnten jedoch auch mit verschiedenen Linienführungen nicht erreicht werden. Diese hätten ausserdem teilweise erhebliche Massnahmen mit sich gebracht, etwa die Aufhebung von 40 Parkplätzen entlang der Linsebühlstrasse.

Auch Ideen betreffend Linieverkürzungen, beispielsweise statt bis Abacus-Platz nur bis ins Heiligkreuz, seien untersucht, jedoch ebenfalls als nicht zweck- und verhältnismässig beurteilt worden. Aus diesen Gründen müsse ein neuer Bus beschafft werden.

Ab 2018 nach Wittenbach?

Als Angebotsverbesserung ist auf der Strecke der Linie 10 von Montag bis Freitag ein fast durchgehender 20-Minuten-Takt vorgesehen. Die Lücken um 9 und 14 Uhr werden geschlossen. Nach 20 Uhr soll nur noch der Linienast 12 bedient werden. Samstags sollen die Busse von 9 bis 17 Uhr im 30-Minuten-Takt und von 18 bis 23 Uhr im Stundentakt verkehren. Sonntag ist weiterhin «Ruhetag».

Wie der Stadtrat in der Vorlage weiterschreibt, käme für einen definitiven Betrieb auch eine Verlängerung der Linie 12 bis nach Wittenbach in Frage – allerdings nicht bis zum Bahnhof, sondern ins Gebiet Kappelhof. Die Gemeinde Wittenbach als Kostenträgerin der Verlängerung erachte diese Massnahme jedoch erst im Zusammenhang mit einer grösseren Überbauung im Kappelhof als verhältnismässig und prüfenswert. Diese werde jedoch sicherlich nicht vor 2018 realisiert.

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