Lido zwischen Olma-Hallen

ST.GALLEN. Sand in der Arena, Palmen vor der Halle 7: Ein Projekt der City-Beach AG verspricht ab Juni Strandfeeling im Olma-Areal, samt WM-Übertragung. Noch ist das Projekt aber nicht bewilligt.

Ralf Streule
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Der City-Beach, hier im vergangenen Winter in der Halle 7, soll im Sommer im Olma-Aussengelände aufgebaut werden. Noch lässt die Stadt offen, ob das Projekt bewilligt wird – eine Einsprache ist eingegangen. (Archivbild: Reto Martin)

Der City-Beach, hier im vergangenen Winter in der Halle 7, soll im Sommer im Olma-Aussengelände aufgebaut werden. Noch lässt die Stadt offen, ob das Projekt bewilligt wird – eine Einsprache ist eingegangen. (Archivbild: Reto Martin)

Die Drei Weieren erhalten Konkurrenz. Volleyball spielen, sonnenbaden und planschen wird wohl bald auch im Olma-Gelände möglich sein. Die City-Beach AG, die bereits im Winter riesige Mengen Sand in die Olma-Halle 7 gekarrt und so für Strandfeeling gesorgt hat, plant bei der Olma-Arena nun auch im Sommer eine Strandanlage (siehe Grafik). In anderen Schweizer Städten organisiert die City-Beach AG seit längerem schon ähnliche Events.

Pool, Spielfeld und Liegestühle

Von Anfang Juni bis Ende August soll die Anlage täglich offen sein, vorgesehen sind ein 70-Quadratmeter-Pool, Whirlpools, Duschen, vierzig Liegestühle, ein VIP-Bereich, Bars sowie ein Beachvolley- und Beachsoccer-Feld. All dies ist auf dem Plan zu sehen, der seit Mitte April beim Amt für Baubewilligungen öffentlich aufliegt.

So beschwingt und sommerlich das Ganze tönt: Ganz unumstritten ist das Grossprojekt nicht. Aus der Nachbarschaft sei eine Einsprache eingegangen, sagt Ernst Michel, Leiter des Amts für Baubewilligungen. Die Begründung werde bald nachgeliefert.

Lärmfrage noch zu klären

Ob die Strandanlage von der Stadt bewilligt werde, sei noch offen, sagt Michel. Vor allem die Lärmbelastung und umweltrechtliche Fragen müssten noch genauer angeschaut werden.

Bei der City-Beach AG hingegen scheint man mit der Bewilligung fest zu rechnen. «Endlich hat St. Gallen seinen Sandstrand», heisst es auf der Homepage bereits. Die Organisatoren äussern sich auf Anfrage noch nicht konkret zum Projekt. Michel Staubli vom verantwortlichen Eventbüro Mig-Projects versichert aber, dass man den Stadtstrand der Öffentlichkeit detaillierter präsentieren werde, sobald es unter Dach und Fach sei.

Laut Bericht im öffentlich aufgelegten Projekt wird die Anlage täglich von 12 bis 24 Uhr geöffnet, eingelassen werden Personen ab 18 Jahren. Ab 22 Uhr werde der Betrieb und die Musiklautstärke reduziert. Die Musik sei aber schon vor 22 Uhr eher zurückhaltend, heisst es weiter – der DJ lege dezente Lounge-Musik auf.

Tagsüber werden von einem Fitnessstudio Yoga-, «Dance-Kurse» oder ähnliches angeboten, in einer Ladenstrasse können Kurzentschlossene Flip-Flops, Tücher oder Sonnencrème kaufen.

Auch die Fussball-WM werde «live zelebriert», heisst es auf der City-Beach-Homepage. Rund zehn Bildschirme würden in der Anlage aufgestellt.

Wohl kein Beachsoccer-Turnier

Aus dem nationalen Beachsoccer-Turnier, welches der St. Galler Angelo Citera in der Stadt organisieren will (Tagblatt vom 9. Januar), wird hingegen wohl nichts. Er habe ein Turnier im Olma-Gelände ins Auge gefasst und mit den City-Beach-Organisatoren gesprochen. Da es in der Anlage erst ab 18 Jahren Einlass gebe, falle das Turnier wohl ins Wasser.

An einem Beachsoccer-Grümpeli müssten seiner Meinung nach alle Altersgruppen dabei sein können, sagt Citera.