Letzte Hürde vor Baubeginn

Im Juli soll mit den Bauarbeiten des neuen Kirchgemeindehauses Vogelherd in Wittenbach begonnen werden. Anfang April wird das Projekt Anstössern und Mitarbeitern vorgestellt.

Nina Rudnicki
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Das neue Kirchgemeindehaus soll auf dieser Wiese hinter der evangelischen Kirche Vogelherd zu stehen kommen. (Archivbild: Urs Bucher)

Das neue Kirchgemeindehaus soll auf dieser Wiese hinter der evangelischen Kirche Vogelherd zu stehen kommen. (Archivbild: Urs Bucher)

WITTENBACH. Im vergangenen Dreivierteljahr ist es ruhig geworden um das Neubauprojekt Vogelherd. Was aber nicht bedeutet, dass im Hintergrund nicht einiges passiert ist. «Das definitive Bauprojekt ist jetzt ausgearbeitet und bereit für die Baueingabe», sagt Rolf Hebeisen, Präsident der Baukommission der Kirchgemeinde Tablat.

Den Anstössern vorstellen

Während die Öffentlichkeit in den vergangenen Monaten wenig über den geplanten Neubau des Kirchgemeindehauses in Wittenbach erfahren hat, hat die Baukommission zusammen mit dem Architekten die Pläne und Kosten überarbeitet. Jetzt soll der 5-Millionen-Bau den Nachbarn des neuen Kirchgemeindehauses, den Mitarbeitern des Kirchkreises Wittenbach sowie den am Projekt beteiligten Kommissionsmitgliedern am 4. April an einer Infoveranstaltung im Detail vorgestellt werden. Den Baubehörden der Gemeinde Wittenbach habe man das Projekt laut Hebeisen bereits vorgestellt.

Im nächsten Frühjahr einziehen

Die letzte Hürde ist nun noch die öffentliche Auflage des Projekts in Wittenbach. Gleich im Anschluss an die Infoveranstaltung werde das Baugesuch durch die Bauherrschaft unterzeichnet und an die kantonalen Baubehörden eingereicht, sagt Hebeisen. «Wir sind überzeugt, dass wir ein ausgereiftes und bestmöglich in die direkte Umgebung integriertes Projekt vorlegen können.»

Klappt alles wie vorgesehen, könnte das neue Kirchgemeindehaus dann bereits im nächsten Frühjahr bezugsbereit sein. Vorausgesetzt, es kann wie geplant im Juli mit den Bauarbeiten begonnen werden.

Begegnungsplatz für alle

Das Kirchgemeindehaus soll zu einem Begegnungsplatz für alle Generationen werden: Zweigeschossig, mit grossen Fensterfassaden und hellen Räumen. Im Obergeschoss sind nebst den Büroräumen öffentlich nutzbare Räume für die Kirchgemeinde geplant. Im Erdgeschoss sollen Jugendräume entstehen. Gegenüber dem Wettbewerbsprojekt gibt es allerdings einige Änderungen. «Unser Ziel war es, das Raumkonzept und die Kosten in Einklang zu bringen», sagt Hebeisen. Konkret bedeutet das, dass etwa bei der Küche oder den Lagerräumen an Platz und Ausstattung gespart wird, dafür aber ein behindertengerechter Lift eingebaut werden soll, der zugleich als Warenlift genutzt werden kann.

Sobald die Abbruchbewilligung vorliegt, wird im Juni das Pfarrhaus neben der Kirche abgerissen. Gleichzeitig mit dem Neubau des Kirchgemeindehauses wird ausserdem die evangelisch-reformierte Kirche Vogelherd umgestaltet. Die Kirchbürgerschaft hatte vor gut einem Jahr nicht nur dem Neubau des Kirchgemeindehauses mit Anlagekosten von 5,2 Millionen Franken zugestimmt, sondern auch den Kredit von rund 800 000 Franken für die Sanierung der Kirche bewilligt. Im Gegensatz zum Kirchgemeindehaus soll die Gesamterscheinung der Kirche aber erhalten bleiben. Allerdings werden die derzeit fest eingebauten Kirchenbänke durch «frei gestaltbare Sitzmöglichkeiten» ersetzt. Ausserdem wird mit dem Anschluss des neuen Kirchgemeindehauses an den Wärmeverbund der Gemeinde Wittenbach die Heizung der Kirche erneuert.

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