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LESERBRIEFE: Das Rad in der Verkehrspolitik nicht zurückdrehen

«Mit Vollgas in den Abstimmungskampf», Ausgabe vom 16. Januar
Doris Königer

Die Urheber der Mobilitäts-Ini­tiative erwecken den Anschein, als hätte das Ja zur Städte-Initiative und der Erlass des Reglements für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung zu einem Autoverbot geführt, als wären die Bürgerinnen und Bürger dadurch in ihrer freien Wahl des Verkehrsmittels drastisch eingeschränkt worden. Dies ist jedoch keineswegs der Fall. Es ist schlichtweg richtig, dass man sich auf Stadtgebiet überlegt, was wo im Verkehr priorisiert werden soll und dabei den nachhaltigen Verkehrsträgern grundsätzlich den Vorrang einräumt. So soll in den Altstadtgässchen der Fuss- und Veloverkehr gestärkt und die Anlieferung deshalb zeitlich beschränkt werden. Diese Begegnungszonen sind gleichzeitig gut mit dem ÖV und ebenso auch mit dem Individualverkehr erschlossen. Auf den Hauptverkehrsachsen muss man auf Koexistenz setzen, auf ein Nebeneinander der Verkehrsmittel. Auch hier ist allerdings zweifelsohne eine stadtverträgliche Priorisierung und Tempoanpassung sinnvoll und ermöglicht ein stetiges Vorwärtskommen für alle. In den Quartieren ermöglichen Tieftempozonen eine gute Wohnqualität und Sicherheit für alle. Gleichzeitig garantieren die vier Ein- und Ausfahrten den Städterinnen und Städter einen – gerade im Vergleich zu anderen Städten – sehr guten Zugang zur Stadtautobahn. Die Mobilitäts-Initiative will dieses Erfolgsmodell nun torpedieren und wieder auf eine Stärkung des Individualverkehrs setzen. Mehr Autoverkehr, weniger Tieftempozonen, mehr Parkgaragen und Autos sogar wieder in der Spisergasse – wenn man die Befürworter beim Wort nehmen will. Das wäre ein herber Rückschritt für die St. Galler Verkehrspolitik. Deshalb lege am 4. März ein Nein zu dieser unzeitgemässen Initiative in die Abstimmungsurne.

Doris Königer

Stadtparlamentarierin SP

Dierauerstrasse 1, 9000 St. Gallen

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