Lesekompetenz fördern

Bücher, DVDs, Comics. Die Bibliothek des Schulhauses Pestalozzi in Rorschach bietet Leseratten im Haus Surber ein vielfältiges Angebot. Am Samstag, 9. November, ist Einweihung.

Alexandra Pavlovic
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Gemütliche Leseecken und eine grosse Auswahl an Büchern. Schüler des Pestalozzi-Schulhauses Rorschach in ihrer Schulbibliothek im Haus Surber. (Bild: Alexandra Pavlovic)

Gemütliche Leseecken und eine grosse Auswahl an Büchern. Schüler des Pestalozzi-Schulhauses Rorschach in ihrer Schulbibliothek im Haus Surber. (Bild: Alexandra Pavlovic)

RORSCHACH. Gemütlich sitzen die Pestalozzi Schüler in den Leseecken, sind ganz in ihre Bücher vertieft. Es ist ruhig, nur das Rascheln beim Blättern der Seiten unterbricht die Stille. Alle zwei Wochen kommen sie mit ihrer Lehrperson für zwei Stunden in die schuleigenen Bibliothek, um die Lesekompetenz zu fördern. Seit einigen Monaten befindet sich diese an einem neue Standort im Haus Surber.

Über 4500 Bücher

Auf Initiative verschiedener Lehrpersonen und unter der Leitung von Dominik Spescha wurde die schulinterne Bibliothek 1998 aus Beständen verschiedener Klassenbibliotheken und mit Neubeschaffungen aufgebaut. 15 Jahre später ist der Bestand auf über 4500 Bücher angewachsen. Waren die Bücher anfänglich in einem kleinen Lesezimmer aufgestellt, so stöbern die Schüler heuer in einer grossen Bibliothek.

Entsprechend ihrem Leseniveau können die Unter- wie auch die Mittelstufenschüler Bücher heraussuchen und vier Wochen ausleihen. Zusätzlich kann jedes Kind ein Buch im Internet über sein Konto bestellen oder verlängern. Neben Sach-, Bilder- und Hörbüchern, DVDs und Comics finden Kinder auch fremdsprachige Bücher. «Wir haben nicht nur Bücher in englischer und französischer Sprache, sondern auch in den unterschiedlichen Muttersprachen unserer Schüler», sagt Schulleiterin Beatrice Heilig stolz.

Beruhigende Wirkung

Die Atmosphäre in der Bibliothek hat auf die Kinder eine beruhigende Wirkung. «Kaum betreten sie den Raum, verziehen sie sich in die freien Leseecken», sagt Primarlehrer Dominik Spescha, der vom Konzept überzeugt ist: «Meine Erfahrung zeigt, dass so ein Drittel mehr Kinder lesen.»

Nebst Büchern können die Kinder in der Ludothek nebenan auch Spiele ausleihen. Eine weitere Besonderheit ist das «Antolin» – ein Online-Portal zur Leseförderung. Darin können Fragen zu Kinderbüchern beantwortet werden. Diese sind in der Pestalozzi-Bibliothek mit einem gelben Punkt markiert. «Dadurch wird die Leseleistung und das Textverständnis bei den Schülern trainiert», sagt Spescha.

Am kommenden Samstag, 9 bis 12 Uhr, ist Tag der offenen Tür.

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