Lesekampagne gegen Rassismus läuft weiter

ST. GALLEN. Seit Ende März läuft in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden die von der Anlaufstelle gegen Rassismus Cabi organisierte Lesekampagne gegen Fremdenfeindlichkeit.

Drucken
Teilen
Das Plakat zur Kampagne. (Bild: pd)

Das Plakat zur Kampagne. (Bild: pd)

ST. GALLEN. Seit Ende März läuft in den Kantonen St. Gallen und Appenzell Ausserrhoden die von der Anlaufstelle gegen Rassismus Cabi organisierte Lesekampagne gegen Fremdenfeindlichkeit. Anhand des preisgekrönten Romans «Die undankbare Fremde» von Irena Brežná soll eine breite Auseinandersetzung mit Fragen von Fremdheit, Vorurteilen und Rassismus in Gang gebracht werden. «Durch die Diskussionen werden festgefahrene Bilder hinterfragt», schreibt die Veranstaltergruppe. «Schweizerinnen und Schweizer werden mit Ablehnung konfrontiert, müssen sich damit auseinandersetzen und dies aushalten bis zum Teil des Buches, wo es um die Versöhnung geht.» Das Ziel ist die Erkenntnis: «Rassismus und Fremdenfeindlichkeit entstehen im Kopf. Offenheit auch.»

Seit einigen Tagen machen nun breitflächig ausgehängte Strassenplakate auf die Kampagne aufmerksam. Bereits haben Lesegruppen Interesse bekundet, und Dozenten der PGSG und der FHS (Soziale Arbeit) wollen das Thema aufnehmen. Folgende Lesungen sind geplant: Am Dienstag, 21. April, 20.15 Uhr, liest in der Erfreulichen Universität Palace St. Gallen die Autorin Irena Brežná. Eine Woche später, am 28. April, referiert gleichen Orts Kijan Espahangizi zum Thema «Reden wir über gesellschaftlichen Rassismus». Weitere Lesungen «Die undankbare Fremde» mit Irena Brežná finden am Freitag, 5. Juni, im Kirchgemeindehaus Heerbrugg (Veranstalter: Frauenforum Rheintal), am Montag, 8. Juni, im Alten Zeughaus Herisau (Fachstelle Integration AR) sowie am Freitag, 12. Juni, im Treppenhaus Rorschach statt. Weitere Informationen auf der Website www.liesmituns.ch. (red.)

Aktuelle Nachrichten