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LEITFADEN: Ein Navi für junge Menschen

Der Ostschweizer Jugendbuchautor Stephan Sigg veröffentlicht einen Lebensguide für junge Menschen. «Echt? Jetzt!» ist ein unkonventioneller Wegweiser für den Alltag.
Daniela Huber-Mühleis
Täglich werden viele Entscheidungen getroffen, Stephan Sigg gibt in seinem Buch Tipps dazu. (Bild: zVg)

Täglich werden viele Entscheidungen getroffen, Stephan Sigg gibt in seinem Buch Tipps dazu. (Bild: zVg)

Daniela Huber-Mühleis

redaktionot@tagblatt.ch

Die Jugend von heute ist oft verunsichert und überfordert mit den vielen Möglichkeiten, die sich ihr eröffnet. Wie soll sie mit Fake News umgehen, wie die Social-Media-Welt positiv gestalten? Wie bekommt sie den Schulstress in den Griff oder wie soll sie eine Beziehung beenden? Der Tag von Teenagern ist voll von ethischen Fragen und Herausforderungen, die das Leben in der Familie oder im Umgang mit fremden Menschen beeinflussen. «Echt? Jetzt!» liefert keine endgültigen Antworten. Aber viele aktuelle «Updates» für den inneren Kompass.

«Seit vielen Jahren bin ich als Jugendbuchautor tätig. In diesem Zusammenhang leite ich oft Workshops an Schulen sowie in Pfarreien und halte Lesungen. Da höre ich immer sehr aufmerksam zu, was die Jugendlichen zurzeit beschäftigt», sagt Theologe Stephan Sigg. Täglich müssten die Teenager unzählige Entscheidungen treffen. Manche seien banal, andere komplexer. Sigg bezeichnet sein Buch aber nicht als Ratgeber. Das würde aus seiner Sicht zu sehr nach «erhobenem Zeigefinger» aussehen.

Szenen aus dem typischen Jugendalltag

Das Besondere von «Echt? Jetzt!» sind die vierzehn dargestellten Situationen aus dem typischen Jugendalltag. Behandelt werden Themen wie «Schluss machen – aber wie?», «Ausschlafen und Chillen – wie viel ist gesund?» oder «Wie ertrage ich meine Eltern besser?». Die Lesenden müssen selber überlegen, wie sie sich verhalten würden und welche Konsequenzen dies haben könnte. «Ich sage nicht, was die Jugendlichen machen müssen. Sondern ich zeige auf, was ihr Verhalten auslösen kann. Denn alles, was der Mensch tut oder nicht tut, löst etwas aus. Allein schon die Entscheidung, ein Streichholz anzuzünden ...», erklärt Sigg. Er ist überzeugt, dass die christliche Ethik auch Freidenkern viele Tipps bietet, wie ein Leben gelingen kann. Sich nicht nach dem «Mainstream» richten oder sich in Bescheidenheit üben sind für den Theologen bereits wichtige Ansätze. «Die Jugendzeit war schon immer eine herausfordernde Zeit, da vieles im Umbruch ist. Heute ist es noch intensiver, weil die Adoleszenz zusätzlich von einer ‹Online-Welt› begleitet wird», ist Sigg überzeugt. Die Dynamik sei schneller, vieles öffentlich und man vergleiche mehr und werde verglichen. Gleichzeitig würden die Jugendlichen mit der Erwartung konfrontiert, perfekt sein und etwas Beeindruckendes bieten zu müssen. «Früher waren Markenklamotten das Statussymbol. Heute sind es die Anzahl ‹Likes›, die man erhält», so Sigg. Jugendliche seien Teil des «globalen Dorfes» geworden, was das Leben nicht vereinfache.

Der Umgang mit Hassparolen

«Echt? Jetzt!» hat Sigg als Lese- und Arbeitsbuch geschrieben. Er hofft, dass es nicht nur von Teenagern gelesen, sondern auch im Ethik-Unterricht und in der Jugendarbeit eingesetzt wird. «Heute reicht es nicht mehr, Jugendliche nur mit einem guten Textinhalt zu überzeugen. Deshalb ist das Buch interaktiv, ‹dialogisch› und visuell gestaltet», sagt der Autor. Wichtig ist ihm jedoch auch, die christliche Optik miteinzubeziehen. «Schon bei der Frage, wie ein Jugendlicher oder ein Erwachsener sein Smartphone benutzt, geht es darum, welches Menschenbild ich habe und wie ich Respekt lebe», ist Sigg überzeugt. Denn der Umgang mit Hassparolen, «Ghosting» und «Mobbing» zeigt, welches Verantwortungsgefühl ein Mensch hat. Der Autor bezieht in seinem Buch die christlichen Werte mit ein, ohne moralisierend zu wirken.

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