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LEISES HOFFEN: Weltmeisterin an der Seitenlinie

Der UHC Waldkirch-St. Gallen liebäugelt nach der gelungenen Vorsaison mit dem ersten Playoff-Platz der Vereinsgeschichte. Die Schwedin Linn Lundström soll dabei mithelfen.
Pascal Koster
Die dreifache Weltmeisterin Linn Lundström geniesst ihre neue Rolle bei Waldkirch-St. Gallen. (Bild: PD)

Die dreifache Weltmeisterin Linn Lundström geniesst ihre neue Rolle bei Waldkirch-St. Gallen. (Bild: PD)

Pascal Koster

pascal.koster@tagblatt.ch

Der UHC Waldkirch-St. Gallen wird morgen gegen Chur Unihockey in die neue Saison starten. Erstmals an der Seitenlinie steht dann Linn Lundström. Waldkirchs Cheftrainer Fabian Arvidsson hat der Schwedin im Sommer einen Job als Assistenztrainerin in seinem Männerteam angeboten. Lundström nahm das Angebot an. In Anbetracht ihres Palmarès war das keine Selbstverständlichkeit. Neben drei WM-Titeln hat sie zweimal den Schweizer Cup und einmal die Schweizer Meisterschaft gewonnen. Doch die Herausforderung bewegte sie dazu, die neue Rolle anzutreten. Waldkirch-St. Gallen ist die erste Trainerstation überhaupt für die Schwedin.

Dass eine Frau ein Männerteam trainiert, ist für Lundström keine ungewöhnliche Sache. «Umgekehrt ist es auch so. Viele Frauenteams werden von Männern gecoacht.» Auch hat sie das Gefühl, dass sie als Frau nicht anders wahrgenommen wird als ihre männlichen Trainerkollegen. «Die Mannschaft hört zu und probiert.»

«Ich bekomme Hühnerhaut»

Derzeit besteht Lundströms Hauptaufgabe darin, taktische Inputs im Offensivbereich zu geben. Allerdings kommen fortlaufend weitere Funktionen auf sie zu. Was ihr am Trainerjob besonders gefällt, ist, dass sich die ­investierte Arbeit mal weniger und mal mehr auszahlt. «Ich bekomme Hühnerhaut, wenn ich sehe, dass die Spieler etwas kreieren, das meinen Ideen entspringt.» Bislang fühlt sich die Weltmeisterin wohl im beschaulichen Unihockeyclub Waldkirch-St. Gallen.

Dass sie mit ihrem Team nicht um Titel spielen wird, wie sie es zu ihrer Aktivzeit tat, ist Lundström bewusst. Doch nach der nur knapp verpassten Playoff-Teilnahme der vergangenen Saison sagt sie, dass eine solche nach wie vor nicht unmöglich sei. Ungeachtet des sportlichen Abschneidens will Lundström, dass die Spieler das Gefühl bekommen, sich zu verbessern.

Der UHC Waldkirch-St. Gallen ist seit dem Amtsantritt Arvidssons jedes Jahr stärker geworden. In der morgen beginnenden Saison ist dem Verein eine Steigerung zur vergangenen Saison zuzutrauen. Das Kader wurde über die Sommerpause mit zwei Routiniers verstärkt. Ma­nuel Rüegg ist aus Schweden zu den St. Gallern zurückgekehrt, und der ehemalige Captain Ivo Lieberherr gibt auf diese Saison hin sein Comeback. Darüber hinaus konnte der Club die meisten jungen Eigengewächse halten.

Für den Unihockeyclub Waldkirch-St. Gallen ist es mittlerweile die 20. Saison seit der Zusammenarbeit. Wer weiss, vielleicht gelingt pünktlich zum runden Geburtstag der erstmalige Einzug in ein NLA-Playoff.

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