Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Kitag will Stadtkinos weiter betreiben

Bis Ende 2020 verschwinden sämtliche Kitag-Kinos aus der Berner Innenstadt. Droht nun auch bald den St. Galler Kinos Scala und Rex das Aus? Die Kitag verneint, schweigt sich aber über die Details aus.
Eines der letzten seiner Art: das Stadtkino Scala. (Bild: Matthias Fässler)

Eines der letzten seiner Art: das Stadtkino Scala. (Bild: Matthias Fässler)

Es war ein Entscheid mit Ansage. Die Kinokette Kitag schliesst binnen zwei Jahren alle ihre Kinos in der Berner Innenstadt. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Schliessung des Alhambra und Capitol bekannt gegeben, nun sollen in den nächsten zwei Jahren auch die noch verbliebenen Kinos ihre Tore schliessen. Droht den Stadtkinos in St. Gallen ein ähnliches Schicksal?

Philippe Täschler, Kitag-CEO, gibt vorläufig Entwarnung. «In St. Gallen haben wir keine ähnlichen Absichten, da die Ausgangslage eine andere ist», sagt er. Das Scala und Rex sollen also vorerst bleiben. Sie sind die letzten übrig gebliebenen St. Galler Stadtkinos der Kino-Kette. Bereits 2012 wurde das Corso geschlossen und wird bald zum Bürokomplex. Vor zwei Jahren erwischte es das Kino Storchen. Über die Details der aktuellen Lage in St. Gallen hüllt sich Täschler jedoch in Schweigen. Verwiesen wird lediglich auf «unterschiedliche Faktoren», die eine Rolle spielen würden.

Die Kitag als Monopolist

Fakt ist, dass die Kitag in St. Gallen, anders als in anderen Städten, im Bereich Mainstreamkino ausser Konkurrenz läuft. In Bern beispielsweise buhlt neben Kitag auch Pathé um die Gunst der Kinobesucher. Auch deshalb geraten vor allem kleine Kinos in der Innenstadt schnell ökonomisch unter Druck. Sie kämpfen mit hohen Personal- und Mietkosten. «Gerade für Kinos mit Einzelsälen sind die Personalkosten sehr hoch», sagt ein Kenner der St. Galler Kinoszene. «Ich gehe davon aus, dass die Kitag das Storchen und Corso aus diesen Gründen geschlossen hat.» Zu schaffen machten gerade den konventionellen Mainstreamkinos jedoch auch Anbieter von Streamingdiensten oder Netflix, was sich im schnelllebigen Geschäft unmittelbar auf die Kinos auswirkt. «Wenn sich die Entwicklung verschärft, kann es sein, dass längerfristig auch ein Scala oder ein Rex unter Druck geraten.» Unbestrittener bleiben die grossen Multiplexkinos am Stadtrand, in welche die grossen Kinoketten bereits seit Längerem investieren. Die Kitag plant in Bern aktuell den «Cinedome Muri».

Weniger stark unter Druck sind in den Innenstädten die Spartenkinos, die Angebote abseits des Mainstreamkinos abdecken. Das Kinok in der Lokremise ist bestes Beispiel dafür. (maf)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.