Leinen los in Horn

HORN. Mit Wind- und Muskelkraft versuchten acht Teams, die dritte Raiffeisen-Chübelregatta für sich zu entscheiden. Angefeuert wurden sie von vielen Besucherinnen und Besuchern des Horner Seefestes.

Nadine Meier
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Feucht-fröhlich dem Feuer trotzen an der Chübelregatta im Horner Hafenbecken. (Bild: Nadine Meier)

Feucht-fröhlich dem Feuer trotzen an der Chübelregatta im Horner Hafenbecken. (Bild: Nadine Meier)

Auf dem Festgelände am See herrscht reger Betrieb. Die Gäste sind gut gelaunt. Sie geniessen bei schönstem Herbstwetter das Horner Seefest mit buntem Chilbitreiben und Livemusik. Publikumsmagnet ist auch in diesem Jahr die Raiffeisen-Chübelregatta.

Mutige Seeleute

Zum dritten Mal wird die Chübelregatta durchgeführt. Und einmal mehr zeigen die kreativen Bauherrinnen und Bauherren, was sie so alles können. Die Resultate ihrer Arbeit sind beeindruckend. Da schwimmt ein Löschboot, dort eine provisorische Turnhalle, da hantieren Zimmerleute auf ihrem abenteuerlich anmutenden Floss mit Aufrichtebäumchen, dort grüssen elegante Gondolieri aus ihrer Gondel. Mutig sind sie alle, die in ihren selbst kreierten Flossen ins Horner Hafenbecken stechen.

Roman Bühler, Chef des OK, freut sich einerseits über die phantasievollen Flosse, anderseits über die vielen Schaulustigen, die sich eingefunden haben, und natürlich auch über das herrliche Spätsommerwetter.

Und für viele der Gäste werden Autoscooter und Musik, ja gar die reichhaltige Festwirtschaft für kurze Zeit nebensächlich. Die ganze Aufmerksamkeit gilt dem Start der Chübelregatta.

Zeit ist zweitrangig

Nur mit reiner Wind- und Muskelkraft versuchen die acht Teams, so schnell wie möglich um die Boje zu kurven. Neu dieses Jahr ist die Schülerkategorie, welche von Schirmherr Kurt Zehender tatkräftig unterstützt wurde. Er stellte den jungen Leuten seine Bootslagerhalle für den Bau zur Verfügung. Unterstützung bekamen die Schüler von Lehrpersonen der Schule Horn.

Originalität, Stabilität und die Performance, die ein Team zur Schau stellt, sind viel wichtiger als die Zeit, in welcher die Strecke von 100 Metern zurückgelegt wird. Während die einen auf Recycling, Romantik oder neue Medien setzen, werben andere für eine neue Turnhalle in Horn. Da werden wild lodernde Brände gelöscht und dort mit einem komplett hölzernen Boot und dröhnenden Motorsägen die rote Boje umrundet.

Kein Mann über Bord

Dass die Sicherheit bei diesem feuchtfröhlichen Anlass nicht ausser acht gelassen wird, versteht sich von selbst. Zwei Rettungstaucher standen allzeit bereit, allfällig Untergehende zu retten. Aber zum Glück blieben alle männlichen und weiblichen Jack Sparrows unversehrt auf ihren Flossen, ausser ein Bad im badewarmen Bodensee gehörte zur Performance.

Die 3. Horner Chübelregatta war ein voller Erfolg. Das Fest dauerte bis in die späten Abendstunden.