Leidenschaft für Leistung

Am 10. August ist Schützenmeister Meinrad Krapf nach schwerer Krankheit gestorben.

Emil Winter
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GOLDACH/RORSCHACH. Meinrad Krapf ist am 19. Juni 1939 in Engelburg geboren, wo er auch seine Schulzeit verbrachte. Danach absolvierte er eine Lehre als Metallbauschlosser. Schon bald machte er sich selbständig und gründete in Rorschach einen Metallbaubetrieb, den er bis zur Pension erfolgreich führte.

Seine Hobbies waren der vorbildlich gepflegte Garten, das Handorgelspiel und vor allem das Schiessen. Er war treues Mitglied und treffsicherer Sturmgewehrschütze der Feldschützengesellschaft Rorschach und des Veteranenschützenverbandes.

Aktiv war er aber auch als Vereinsfunktionär. Während 21 Jahren gehörte er dem Vorstand an, drei Jahre davon als Präsident. Höhepunkt in seiner Funktionärslaufbahn war sicher der Einsatz am St. Galler Kantonalschützenfest 1994 in Rorschach, bei dem er als OK-Mitglied für das gesamte Gewehrschiessen verantwortlich war. Auch nach seinem Rücktritt im Jahr 1999 blieb das verdiente Ehrenmitglied dem Verein als pflichtbewusster Schützenmeister erhalten. Trotzdem blieb ihm aber auch immer Zeit zum Schiessen, das er bis zu seiner Erkrankung auf hohem Niveau beherrschte und ihm einige Vereinsmeistertitel brachte. Nicht selten zog er nach dem Schiessen oder an Schützenfesten seine Handorgel hervor und sorgte mit seinem nahezu professionellen Spiel für beste Unterhaltung. Wer mit Meinrad Krapf zu tun hatte, schätzte seine offene und zielorientierte Art, seine Kompetenz und sein konsequentes Engagement. Er hatte eine Leidenschaft für Leistung und Qualität und war immer offen für neue Ideen.

Seine letzten Jahre lebte Meinrad Krapf in einem selber mitgestalteten Haus mit schönem Garten in Goldach. Zusammen mit seiner Gattin Susi fühlte er sich dort wohl und pflegte viele Kontakte mit Kindern, Enkeln und Freunden. Im 77. Lebensjahr wurde er von seinem Anfang Jahr aufgetretenen schweren Leiden erlöst. Seinen Angehörigen sprechen wir das herzlichste Beileid aus. Gerne wird man Meinrad Krapf in dankbarer Erinnerung behalten.