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LEHRSTELLE: «Gute Bewerber halten sich in Grenzen»

Öffentliche Verwaltungen in der Region Rorschach haben dieses Jahr weniger Bewerbungen für KV-Stellen erhalten. Über die Gründe sind Verantwortliche uneinig.
Lisa Wickart
Der Run nach Lehrstellen bei Stadt- und Gemeindeverwaltungen hat spürbar nachgelassen. (Bild: key)

Der Run nach Lehrstellen bei Stadt- und Gemeindeverwaltungen hat spürbar nachgelassen. (Bild: key)

Lisa Wickart

lisa.wickart@tagblatt.ch

Es ist die beliebteste Lehrstelle sowohl in der Region Rorschach als auch schweizweit: die kaufmännische Lehre. Gemäss den Zahlen des Berufs- und Weiterbildungszentrums Rorschach-Rheintal sind es in der Region rund 480 KV-Lernende. Besonders eine Verwaltungslehre bei der Gemeinde hat seit jeher ­einen guten Ruf. Was jedoch auffällt: Gemeindeverwaltungen ­inserieren immer häufiger, um Lernende zu finden. Der Stadtverwaltung Rorschach sei die ­Suche nach Lernenden nicht leichtgefallen: «Gute Bewerber haben sich insbesondere dieses Jahr in Grenzen gehalten», sagt Stadtschreiber Roger Böni. Mit sinkender Beliebtheit der Lehrstelle habe dies aber nicht viel zu tun. Böni sieht das Überangebot als Grund: «Die Anzahl an Schulabgängern nimmt ab, das Lehrstellenangebot bleibt jedoch konstant.» In den letzten Jahren ­seien mehrere Gemeinden an einem Gemeinschaftsstand an der Ostschweizer Berufsmesse in St. Gallen präsent gewesen. So habe man versucht, auf die Schüler zuzugehen. Die Jugendlichen auf eine Stelle aufmerksam zu machen, sei jedoch schwierig. «Es ist nun mal so, dass wir nicht in die Köpfe der Jugendlichen schauen können», so Böni. Es sei nicht leicht abzuschätzen, was für die Schüler spannend sei und was nicht. Zudem sei das Gymnasium Konkurrenz: «Verglichen mit früher gehen heutzutage viele gute Sekschüler ans Gymnasium.» Auch Banken konkurrenzieren laut dem Stadtschreiber mit einer Lehre in der Gemeindeverwaltung. Die meisten Schüler, die sich für eine kaufmännische Lehre interessieren, würden Banken bevorzugen. Am schulischen Niveau der Schulabgänger liege die schwierige Suche nach Lernenden nicht.

Dies bestätigt auch Philipp Müller, Leiter der Abteilung Kaufmännische Berufe des ­Berufs- und Weiterbildungs­zentrums Rorschach-Rheintal. «Verglichen mit den anderen Branchen, hat die öffentliche Verwaltung einen grossen Anteil an Berufsmaturanden», sagt Müller. Insgesamt lägen Lehrstellen bei Gemeinden auf Platz zwei. Am meisten KV-Schüler arbeiten in der Dienstleitung und Administration.

Generell weniger Bewerber

Auch bei der Thaler Gemeindeverwaltung seien für die beiden Verwaltungslehrstellen weniger Bewerbungen eingegangen. Laut stellvertretendem Gemeinderatsschreiber Marco Forrer hänge dies mit dem geburtenschwachen Jahrgang zusammen. Goldach hingegen habe keine Mühe gehabt, Lernende für dieses Jahr zu finden. Dies könne sich jedoch je nach Jahrgang ändern, wie Lehrlingsverantwortlicher Luc Haltner sagt. Auch die Rorschacherberger Gemeindeverwaltung habe schnell zwei neue Lernende gefunden. Die Verwaltung sei in der komfortablen Lage, dass sie immer noch aus mehreren sehr guten Bewerbungen auswählen könne. «Vor zehn Jahren war die Anzahl der Bewerbungen jedoch grösser», sagt Personalfachfrau Angela Thürlemann. Die Gemeinde­verwaltung biete nach wie vor attraktive Grundausbildungen an, welche von den Jugendlichen immer noch sehr gefragt seien.

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