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Lehrerverbände fusionieren 2015

ST.GALLEN. Die St. Galler Reallehrerinnen und Reallehrer haben am Samstag dem Zusammenschluss mit dem Konvent der Sekundarstufe zugestimmt. Die Fusion ist am 20. März 2015 an der Universität St. Gallen geplant.
Claudia Schmid
Die Oberstufenlehrer im Kanton St. Gallen ziehen ab 2015 an einem Verbandsstrick. (Bild: Hannes Thalmann)

Die Oberstufenlehrer im Kanton St. Gallen ziehen ab 2015 an einem Verbandsstrick. (Bild: Hannes Thalmann)

ST. GALLEN. Die Fusionspläne stehen schon geraume Zeit auf dem Programm der Sekundarlehrerinnen- und Sekundarlehrerkonferenz des Kantons St. Gallen (SLK) und der Kantonalen Reallehrerinnen- und Reallehrerkonferenz (KRK). Im März dieses Jahres gaben die Lehrpersonen der Sekundarstufe grünes Licht für das Vorhaben. Nun stand am Samstag die Fusionsabstimmung auf der Traktandenliste des KRK-Konvents.

Gemeinsame Anliegen

Präsidentin Nathalie Meier zählte die positiven Aspekte einer Fusion auf. KRK und SLV setzten sich für die gleichen Anliegen ein und arbeiteten seit vielen Jahren bei Vernehmlassungen zusammen. Fast überall im Kanton würden die Real- und Sekundarstufe nicht mehr getrennt, sondern in Oberstufenzentren unterrichtet. Zudem bilde die Pädagogische Hochschule St. Gallen seit geraumer Zeit nur noch Oberstufenlehrkräfte aus. Viele Real- und Sekundarlehrpersonen unterrichteten auf beiden Stufen. Als Vorzüge strich die Präsidentin auch die Nutzung von Synergien und Kosteneinsparungen hervor.

Von den 156 Mitgliedern, die am KRK-Konvent im St. Galler Pfalzkeller anwesend waren, stimmte die grosse Mehrheit der Fusion zu. Es gab einzig drei Enthaltungen. Damit werden sich die Sekundar- und Reallehrpersonen am 15. März 2015 in der Universität St. Gallen gemeinsam zur Fusionsversammlung treffen.

Für die Schwächeren

Real- und Sekundarlehrpersonen hätten vieles gemeinsam und doch gebe es auch Unterschiede, erklärte Nathalie Meier. Die Passion der Reallehrpersonen sei von jeher, dass sie sich für die schwächeren Schülerinnen und Schüler einsetzten.

In ihrem Jahresbericht sprach die Präsidentin auch den Fremdsprachenunterricht an. Sie sei der Ansicht, dass ein Grossteil der Schülerinnen und Schüler gut mit zwei Fremdsprachen zurechtkämen. Sie hoffe sehr, dass der Kanton St. Gallen für das Französisch einstehe und HarmoS nicht den Rücken kehre.

Erfahrungen sammeln

Das kantonale Bildungsdepartement beabsichtige, den Fremdsprachenunterricht weiterhin so zu gestalten, wie es in HarmoS festgelegt worden sei, betonte der St. Galler Bildungschef Stefan Kölliker in seiner Rede. Ziel sei es, Erfahrungen zu sammeln, um dann die positiven und negativen Aspekte zu analysieren und den weiteren Weg zu bestimmen.

«Zurzeit beschäftigten uns grosse Projekte, mit denen wir zum Teil Meilensteine erreicht haben», erklärte der Regierungsrat weiter. Der Lehrplan 21 werde fristgerecht Ende Jahr zur Einführung übergeben. Glücklich sei er darüber, dass das Parlament dem neuen Berufsauftrag einstimmig zugestimmt habe. Er trete voraussichtlich auf das Schuljahr 2015/16 in Kraft. Ebenfalls auf diesen Zeitpunkt werde das Sonderpädagogik-Konzept eingeführt.

Am gleichen Strick

Mit der Fusion von KRK und SLK seien die beiden Konvente der Oberstufe in der Stadt St. Gallen einen Schritt voraus, da sie nach wie vor im separativen Modell unterrichte, erklärte der St. Galler Stadtrat Markus Buschor, Vorsteher der Direktion Schule und Sport. Die Oberstufe sei ein Lern- und Lebensort, an dem die Schülerinnen und Schüler auf eine multikulturelle, demokratische Gesellschaft vorbereitet würden, in der es immer komplexere Strukturen gebe. Er sei überzeugt, dass eine gute Schule nur gemeinsam gelingen könne.

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