LEGENDE: Ein Kämpfer ist tot

Keiner prägte den Boxsport in und um St. Gallen wie Hugo Brot. Anfang Woche ist er 89-jährig gestorben.

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Sein letzter Wunsch ging noch in Erfüllung. Am Samstag der vergangenen Woche traf Hugo Brot zu Hause die Familie und ehe­malige Boxschützlinge zum Abschiednehmen. «Es wurde auch viel gelacht», sagt Geraldine Brot, eine der Töchter. Zuletzt lebte Hugo Brot im St. Galler ­Pflegeheim St. Otmar, wo er am ­Montag gestorben ist. «Er durfte friedlich einschlafen», sagt Geraldine Brot.

Hugo Brot kam am 31. Dezember 1928 in St. Gallen zur Welt. Als Bub litt er an Tuberkulose. Ein Pfarrer wollte ihm schon die letzte Ölung geben. Aber Hugo Brot stand wieder auf. Wie noch so oft in seinem Leben, das nicht immer einfach war. Er war ein Kämpfer. Als Aktiver bestritt er 438 Amateurkämpfe, von denen er bloss 28 verlor.

Später war Hugo Brot erfolgreicher Trainer und Präsident des Boxclubs St. Gallen. «Wir haben von ihm gelernt, dass man im ­Leben trotz Tiefschlägen immer wieder aufstehen kann», sagt Tochter Geraldine, die dem Boxclub St. Gallen heute vorsteht.

Daniel Good

daniel.good

@tagblatt.ch

Hinweis

Die Abdankung findet am Dienstag, 23. Mai, um 14 Uhr in der St.-Laurenzen-Kirche statt.