Lebendige Dorfmitte schaffen

Zwei Neubauten mit Wohn- und Gewerberaum sollen in Grub einen neuen Dorfkern bilden. Der St. Galler Architekt Bruno Bottlang erläutert das ausgearbeitete Vorprojekt und sagt, dass ein Investor bereitstehe.

Roger Fuchs
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Eine Visualisierung der beiden Neubauten anstelle des ehemaligen Postgebäudes und des danebenliegenden baufälligen Hauses. (Bild: Visualisierung: pd)

Eine Visualisierung der beiden Neubauten anstelle des ehemaligen Postgebäudes und des danebenliegenden baufälligen Hauses. (Bild: Visualisierung: pd)

GRUB AR. Fahre man heute durch Grub, so gäbe es eigentlich nichts, was einen im Dorf empfange, sagte der St. Galler Architekt Bruno Bottlang an einer öffentlichen Versammlung im Restaurant Bären in Grub AR. Eine Zentrumsüberbauung mit zwei Neubauten – anstelle des ehemaligen Postgebäudes und einer baufälligen Nachbarliegenschaft – soll dies ändern und eine lebendige Dorfmitte schaffen. Mittels Visualisierungen stellte Bottlang den rund dreissig Zuhörenden das Vorprojekt vor, für das bis Februar 2013 ein Bauprojekt ausgearbeitet werden soll. Der Kanton hat für dieses Jahr, gestützt auf das Projekt «Bauen und Wohnen» im laufenden Regierungsprogramm, 20 000 Franken an die Planungskosten gesprochen.

Wohn- und Gewerberaum

Gemäss Vorprojekt würden die beiden neuen, dreistöckigen Häuser auf der gegenüberliegenden Strassenseite des Primarschulhauses zu stehen kommen. Um einen kleinen Dorfplatz gruppiert, böten sie Wohnraum und Platz für Läden, ein Café oder eine Praxis sowie für die Gemeindekanzlei. Überdies gäbe es, wie Bruno Bottlang ausführte, eine Tiefgarage mit 18 Plätzen. Und eine Arkade soll ermöglichen, trockenen Fusses auf den Bus zu warten.

Gemäss aktuellem Stand der Planung ist vorgesehen, dass die neue Gemeindekanzlei im Erdgeschoss des einen Hauses und in einem Teil des darüberliegenden ersten Stockwerks ein neues Zuhause fände. Dank der neuen Lage wäre die Gemeindeverwaltung dann auch behindertengerecht. Und man hätte am neuen Standort sogar ein Zimmer mehr zur Verfügung, was der Architekt als Stärkung des Standortes Grub wertet. So könne man, sollte es dereinst zu Zusammenlegungen von Gemeindediensten kommen, guten Arbeitsraum anbieten.

Was die Liegenschaft mit der heutigen Gemeindekanzlei an der alten Dorfstrasse betrifft, so ist gemäss Gemeindepräsidentin Erika Streuli geplant, diese zu verkaufen und wieder der Wohnnutzung zuzuführen. «Der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe Zentrumsüberbauung erachten das vorliegende Projekt als eine gute Lösung für verschiedene Nutzungen», fasste Erika Streuli zusammen. Auch mit einem Lift zugänglichen Wohnraum, wie dies in den Neubauten der Fall wäre, gäbe es sonst nirgendwo im Dorf.

Stockwerkeigentum erwerben

Da die Gemeinde Grub beim geplanten Projekt nicht selbst als Investorin auftritt, würde sie die benötigten Räume im Stockwerkeigentum erwerben, erfuhren die Anwesenden. Einen Investor habe man an der Hand, sagte Bruno Bottlang.

Nach der Ausarbeitung des Bauprojektes bis im Februar 2013 soll mit dem Investor ein Vorvertrag abgeschlossen werden. Dann folgten die Gemeindeabstimmungen über das Stockwerkeigentum und das Baubewilligungsverfahren sowie im Oktober 2013 der Verkauf des Projektes an den Investor.

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