Langzeittest kostet fünf Millionen

Das Geothermieloch im Sittertobel ist versiegelt. Nach dem Erdbeben im Jahr 2013 hat die Stadt St. Gallen das Projekt abgebrochen. Geplant war, heisses Wasser aus rund 4000 Metern Tiefe an die Oberfläche zu bringen und damit einen Grossteil der Häuser der Stadt damit zu beheizen.

Merken
Drucken
Teilen

Das Geothermieloch im Sittertobel ist versiegelt. Nach dem Erdbeben im Jahr 2013 hat die Stadt St. Gallen das Projekt abgebrochen. Geplant war, heisses Wasser aus rund 4000 Metern Tiefe an die Oberfläche zu bringen und damit einen Grossteil der Häuser der Stadt damit zu beheizen. Bei den Bohrungen wurde ein Erdgas-Vorkommen festgestellt. Bei den Sankt Galler Stadtwerken (SGSW) ist man gegenwärtig daran, weitere Expertenmeinungen zum Erdgas-Vorkommen einzuholen mit dem Ziel, im Herbst dieses Jahres entscheiden zu können, ob dem Parlament ein Kredit über circa fünf Millionen Franken für einen Langzeittest beantragt werden soll oder nicht. Gemäss SGSW-Unternehmensleiter Ivo Schillig würde ein Langzeittest ungefähr so viel kosten.

Die Ergebnisse eines Test über mehrere Monate seien unerlässlich, um gesichert sagen zu können, ob eine Erdgasförderung im Sittertobel überhaupt sinnvoll wäre. Laut Schillig sind bisher noch keine Unternehmen an die Stadt herangetreten, die im Sittertobel Erdgas fördern und dafür das Bohrloch «kaufen» wollen. Wäre dies der Fall gewesen, hätten die Verantwortlichen der SGSW diese Interessenten sofort an den Tisch gebeten. «Wir stehen einer Zusammenarbeit mit Privaten offen gegenüber», sagt Schillig. (dwi)