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LANDWIRTSCHAFT: Weniger Antibiotika verabreichen

An der Hauptversammlung der bäuerlichen Vereinigung Region Rorschach wurde der Einsatz von Antibiotika thematisiert. Die Viehbauern setzten wieder vermehrt auf ursprüngliche Mittel.
Trudi Krieg
Präsident Hans Hörler überreicht der Referentin Katja Reitt als Dank Produkte aus der Region. (Bild: Trudi Krieg)

Präsident Hans Hörler überreicht der Referentin Katja Reitt als Dank Produkte aus der Region. (Bild: Trudi Krieg)

Trudi Krieg

redaktionot@tagblatt.ch

Zur Leistungssteigerung verabreichen die Landwirte den Nutztieren heute keine Antibiotika mehr, sagt Referentin Katja Reitt. Sie hat am Mittwochabend an der Hauptversammlung der bäuerlichen Vereinigung Region Rorschach im «Ochsen» in Goldach gesprochen. Reitt ist Bereichsleiterin In der Veterinärdiagnostik im Zentrum für Labormedizin St. Gallen. Tierseuchenuntersuchungen, Bakteriologie und Lebensmittelhygiene sind einige der Bereiche, welche rund 170 Mitarbeiter bearbeiten: «Bakterien sind Lebewesen, die sich durch Zellteilung vermehren und unsterblich sind, solange sie sich vermehren können. Mit Antibiotika wird unter anderem diese Zellteilung verhindert. Infolgedessen sterben die Bakterien ab», erklärt Reitt.

Penicillin, das erstmals in den 40er-Jahren des letzten Jahrhunderts bei Menschen angewendet wurde, war das erste Antibiotika, das auch bald Resistenzen entwickelte. Sie habe beim Abschluss des Studiums 1994 noch gelernt, dass Trockensteller nach der Laktation immer nötig seien, sagt Reitt. Inzwischen wende man diese nur noch nach vorhergehender Euterentzündung an. Bei akuter Euterentzündung helfe auch häufiges Ausmelken. Mit der RAUS-Methode, werden Schweineställe immer ganz geleert und gründlich gereinigt, bevor sie neubesetzt werden. Auch wenn Kälber erst ab dem Alter von drei Wochen umplatziert werden, könne viel zur Gesunderhaltung der Tiere bewirkt werden, erläutert Reitt weiter.

Penicillin entwickelt weniger Resistenzen

Falls aber nötig, werden in der Tiermedizin aus der grossen Vielfalt der inzwischen entwickelten Antibiotika eher die einfachen, ursprünglichen Mittel eingesetzt, die weniger Resistenzen entwickeln. Darunter immer noch das Penicillin. Allgemein sei der Antibiotikaverbrauch in der Tiermedizin in der Schweiz rückläufig, während er in der Humanmedizin steige.

Weiter trat Arthur Germann an der Hauptversammlung als langjähriger Rechnungsrevisor zurück. Als Ersatz wurde von der Versammlung Jakob Schmid einstimmig gewählt. Nächstes Jahr ist Wahljahr. Hans Hörler, Präsident der Bäuerlichen Vereinigung Rorschach und Umgebung, kündigte an, dass er dann nicht mehr im Vorstand sein werde. In den Statuten steht, dass Vorstandsmitglieder höchstens zwei Perioden lang im Amt sein können: «Es wäre schön, wenn die regionale Verteilung des Vorstands wieder einigermassen gewährleistet sein könnte», sagt Hörler.

Neu können auch Passivmitglieder beitreten

Der Anlass «vo Puur zu Puur», der vergangenes Jahr in der Region Rorschach durchgeführt wurde, ist gemäss Hörler erfolgreich gewesen. 7000 Gäste hätten die Betriebe besucht. In diesem Jahr steht eine Betriebsbesichtigung bei der Mosterei Möhl in Arbon an.

Der Mitgliederbeitrag bleibt bei zehn Franken, die jeweils vom St. Galler Bauernverband bei den Direktzahlungen abgezogen werden. Der Vorstand hat beschlossen, künftig auch Passivmitglieder in den Verein aufzunehmen. Somit können auch nicht Direktzahlungsberechtigte dem Verein beitreten. Passivmitglieder bezahlen den Jahresbeitrag bei der Kassierin Angela Bühler.

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