Lamas des Circus Knie in St.Gallen ausgebüxt

ST.GALLEN. Nicht schlecht staunten Passanten, welche Montagnacht nahe der Langgasse unterwegs waren. Ihnen begegneten nämlich acht Lamas, die durch die Strassen spazierten. Sie waren von ihrem Gehege im Circus Knie ausgebüxt.

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Die Lamas des Circus Knie spazieren auf der Langgasse. (Bild: David Stäuble/Leserbild)

Die Lamas des Circus Knie spazieren auf der Langgasse. (Bild: David Stäuble/Leserbild)

Gegen 23.45 Uhr rief ein Nachtwächter des Circus Knie der Stadtpolizei St.Gallen an. Es seien acht Lamas nicht mehr dort, wo sie sein sollten, nämlich in ihrem Gehege bei der Sonnenstrasse. Vier Polizisten und zwei Zirkusmitarbeiter machten sich auf die Suche nach den Tieren, wie "blick.ch" berichtet. Mithilfe der Hinweise von Passanten wurden sie bei der Langgasse fündig. "Die Tiere waren in der Herde unterwegs und der Strasse gefolgt. Sie konnten schnell eingefangen werden", sagt Polizeisprecher Dionys Widmer.

Mit Futter und Rufen wieder eingefangen
Wie sich die Einfangaktion abgespielt hat, schildert Peter Küchler, der Medienverantwortliche des Circus Knie: "Die Tiere sind sich an die Pfleger gewöhnt. Sie folgten den Rufen und wurden mit Futter gelockt." Da sich die Tiere an eine aktive Umgebung gewohnt sind, brachten sie auch die wenigen vorbeifahrenden Autos nicht aus der Ruhe. "Den Lamas geht es gut. Sie waren heute morgen alle ruhig und entspannt", sagt Küchler.

Die Tiere haben die Nacht in einer Stallähnlichen Unterkunft in ihrem Gehege verbracht. Dass die Lamas ausgebüxt sind, sei zuvor noch nie passiert, sagt der Mediensprecher des Circus. Wie es dazu kommen konnte, ist noch nicht ausnahmslos geklärt. Sowohl die Polizei als auch der Circus gehen aber davon aus, dass der starke Wind den eineinhalb Meter hohen Zaun umstürzen liess. Der Sichtschutz, der vermutlich eine entscheidende Rolle dabei spielte, wurde gemäss Küchler unterdessen entfernt.

Tiere erkunden Städte
Dies ist nicht der erste Vorfall, bei dem sich die Tiere des Circus Knie in Schweizer Städten etwas genauer umschauten. Die Elefantenkuh Sabu ging bereits zweimal auf Entdeckungstour. In Zürich nahm sie ein Bad im See und in Basel erfrischte sie sich bei einem Bach. Um die Elefantendame wieder nach Hause zu befördern, brauchte es einen Traktor und mehrere Polizeikräfte, sowie Zirkusangestellte. (jar)

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