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LACHEN: Quartier verändert sich rasant

In der Lachen gibt's derzeit unter dem Stichwort Verdichtung und Erneuerung an allen Ecken und Enden Bauprojekte. Einige gaben an der Hauptversammlung des Quartiervereins zu reden. Zu bewundern gab's zudem historische Bilder.
Reto Voneschen
Das Zentrum der Lachen 1905. Das Haus mit Erker links steht noch, rechts befindet sich die Überbauung mit Post, Drogerie und Hochhaus.

Das Zentrum der Lachen 1905. Das Haus mit Erker links steht noch, rechts befindet sich die Überbauung mit Post, Drogerie und Hochhaus.

Genau wie in anderen Stadtquartieren waren 2015 und sind auch 2016 in der Lachen die Tiefbauer unterwegs. Nach der Fernwärme werden jetzt Glasfaserkabel verlegt. Was dazu führt, dass einige Strassen und Wege im Quartier – gefühlt – zu «ewigen Baustellen» werden. An der diesjährigen Hauptversammlung des Quartiervereins wurde dies zur Kenntnis genommen. Kritik an den Bauarbeiten war kaum zu hören. Die mit der Bautätigkeit unvermeidbar einhergehenden Behinderungen seien halt der Preis, den man für die Modernisierung der Infrastruktur zahlen müsse, lautete der Tenor. Und einzelne Anwohner, so war am Rand der Versammlung zu hören, haben vorübergehend auch nichts gegen «die verkehrsberuhigende Wirkung offener Strassengräben» einzuwenden. Von Anwohnern als Ärgernis empfunden wird gemäss Ausführungen des Vorstandes eher, dass durch die Bautätigkeit aufgehobene Parkplätze – nicht zuletzt Bauarbeiter selber – da und dort zum Falschparkieren verleiten.

Stadt schlägt Kompromiss vor

In die Höhle des Löwen gewagt hatte sich am Freitagabend Schuldirektor Markus Buschor. Höhle des Löwen wegen des hängigen, von Teilen des Quartiers heftig bekämpften Neubaus für die ausserschulische Betreuung auf der Sömmerliwiese. Buschor überbrachte Grüsse der Stadtregierung – und informierte über den Stand des Neubauprojektes. Eine IG aus dem Lachen-Quartier hat dagegen eine Initiative lanciert und über 1700 Unterschriften gesammelt. Das Volksbegehren verlangt die Umteilung der ganzen Sömmerliwiese in die Grünzone – womit die Teilüberbauung durch die Stadt nicht mehr möglich wäre.

Nachdem die Initiative zustande gekommen ist, muss der Stadtrat sie dem Stadtparlament vorlegen. Der Stadtrat wird gemäss Ausführungen von Markus Buschor einen Gegenvorschlag machen: 80 Prozent der Sömmerliwiese sollen der Grünzone zugeteilt und erhalten werden, 20 Prozent vom Neubau für die ausserschulische Betreuung beansprucht werden können.

Der Stadtrat hat bis Mai Zeit, seine Stellungnahme dem Parlament zuzuleiten. Dieses wiederum muss innert fünf Monaten dazu Stellung nehmen. Lehnt es gemäss Antrag des Stadtrates die Initiative ab, kommt es zur Volksabstimmung. Diese dürfte voraussichtlich am 12. Februar 2017 stattfinden.

Verkehrsfragen gelöst?

Im Einspracheverfahren hängig ist immer noch das umfangreiche Bauprojekt fürs ehemalige Köppel-Areal am Ende der Ulmenstrasse. Hier will die Max Pfister Baubüro AG eine Geschäfts- und Wohnüberbauung mit Tiefgarage verwirklichen. Ein heisser Kandidat als Mieter ist die Migros, deren Geschäft an der Einmündung der Ulmen- in die Zürcher Strasse bekanntlich zu klein und auch erneuerungsbedürftig ist. Im Einspracheverfahren umstritten ist vor allem das in der ersten öffentlichen Auflagerunde sogar noch fehlende Verkehrskonzept für die Überbauung. Es liegt inzwischen vor und – so war an der Hauptversammlung des Quartiervereins vom Vorstandstisch her zu hören – die Lösung der verkehrstechnischen Fragen ist offenbar gefunden. Mit einem gewerblichen Einsprecher aus der unmittelbaren Nachbarschaft hofft man auf eine einvernehmliche Lösung. In den nächsten Wochen und Monaten soll jetzt «Schwung in die Sache kommen» und das Einspracheverfahren möglichst abgeschlossen werden. Auch in Zusammenhang mit der Überbauung des Köppel-Areals ist die Stadt dabei, eine Neugestaltung der Zürcher Strasse in der Lachen aufzugleisen. Eine solche Neugestaltung ist 2006 schon einmal an der Urne abgelehnt worden.

Das Lachen-Quartier einst

Ebenfalls mit Baufragen, allerdings mit historischen, beschäftigte sich der Unterhaltungsteil der Hauptversammlung in der Lachen. Quartiervereinspräsident Pius Jud präsentierte aus seinem umfangreichen Fundus eine Serie historischer Bilder der Zürcher Strasse. Sie hat sich in den letzten 100 Jahren vom verschlafenen Landsträsschen zu einer intensiv befahrenen städtischen Hauptverkehrsachse entwickelt.

Das Zentrum der Lachen 1905. Das Haus mit Erker links steht noch, rechts befindet sich die Überbauung mit Post, Drogerie und Hochhaus.

Das Zentrum der Lachen 1905. Das Haus mit Erker links steht noch, rechts befindet sich die Überbauung mit Post, Drogerie und Hochhaus.

Das Restaurant Schönbrunn nach dem Zweiten Weltkrieg. An seiner Stelle steht heute das Gebäude mit der Migros Lachen. (Bilder: Sammlung Pius Jud)

Das Restaurant Schönbrunn nach dem Zweiten Weltkrieg. An seiner Stelle steht heute das Gebäude mit der Migros Lachen. (Bilder: Sammlung Pius Jud)

Das Zentrum des Lachen-Quartiers gegen Ende der 1950er-Jahre.

Das Zentrum des Lachen-Quartiers gegen Ende der 1950er-Jahre.

Das Zentrum des Lachen-Quartiers im April 2014. (Bild: Tagblatt-Archiv/Hanspeter Schiess)

Das Zentrum des Lachen-Quartiers im April 2014. (Bild: Tagblatt-Archiv/Hanspeter Schiess)

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