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Lachen: Ein Quartier im langsamen Umbruch

Veränderung Das Lachen-Quartier galt schon immer als eines der am dichtesten besiedelten Gebiete der Stadt St. Gallen. Und in Teilen des Quartiers hat die Dichte der Überbauung in den vergangenen zehn bis 15 Jahren sogar noch markant zugenommen. Die Lachen sind eines jener Quartiere der Stadt, in denen das Konzept der inneren baulichen Verdichtung, also der besseren Ausnützung des Raums im Siedlungsgebiet, damit der grüne Ring um die Stadt geschont werden kann, besonders gut spürbar ist. Was vermutlich mit ein Grund dafür war, dass sich das Quartier 2016/17 äusserst vehement und letztlich auch mit Erfolg gegen die teilweise Überbauung der Sömmerliwiese für die ausserschulische Tagesbetreuung gewehrt hat.

Dass in der Lachen immer noch fleissig gebaut wird und dass weitere Projekte in der Pipeline sind, ist für jeden offensichtlich, der durchs Quartier spaziert. Das derzeit grösste Bauvorhaben wird am Ende der Ulmenstrasse hochgezogen: Hier entstehen auf dem Areal einer ehemaligen Schreinerei und Zimmerei zwei Geschäfts- und Wohnhäuser. Ihr Bezug im Frühling und Sommer 2019 wird auf das bisherige Zentrum des Quartiers massiven Einfluss haben. Die Migros wird vom heutigen Standort an der Zürcher Strasse ins Untergeschoss des Neubaus zügeln. Dort werden deutlich mehr Verkaufsfläche, eine zeitgemässe Infrastruktur fürs Personal und Parkplätze in einer Tiefgarage zur Verfügung stehen. Damit wird sich der Charakter des Ladens verändern, anderseits wird die Standortverschiebung Einfluss auf die Publikumsströme in der Lachen haben. Auf Letzteres wird sich auch der Umzug der Lachen-Drogerie an die Ulmenstrasse im März 2019 auswirken. Folgt auch noch die Post (in Form einer Postagentur) wird das die Entwicklung weiter akzentuieren. Ob das zur Ausdehnung des Quartierzentrums oder zu seiner Verschiebung an die Ulmenstrasse führen wird, dürfte davon abhängen, welche Nutzungen auf Migros, Drogerie und Post an der Zürcher Strasse folgen.

Die Lachen bleiben ein stark durchmischtes Quartier

Die massive Bautätigkeit des vergangenen Jahrzehnts hat bisher in der Bevölkerungsstruktur der Lachen keine auf den ersten Blick offensichtlichen Spuren hinterlassen. Dies mag damit zusammenhängen, dass der bauliche Wandel (und damit das Verschwinden alter Häuser mit kostengünstigen Wohnungen) bisher langsam vor sich geht. Der Ausländeranteil im Quartier ist jedenfalls weiterhin hoch. Und die Gruppe der durch neue Wohnungen angelockten Zuzüger fällt im sowieso stark durchmischten Quartier nicht als Fremdkörper auf. Im Gegenteil: Viele versuchen, sich aktiv etwa via Quartierverein ins «Dorfleben» zu integrieren. Derzeit sind aber noch mehrere grosse Neubauprojekte in der Lachen in der Pipeline. Ob sich das Bild durch sie ändern wird, ist offen und zeigt sich erst in ein paar Jahren. (vre)

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