Kurzzeitparkplätze bevorzugt

Bei der Überbauung «Perron 3» beim Gossauer Bahnhof gibt es neu eine Begegnungszone. Sie ist fertig gestaltet – noch sind nicht alle Probleme gelöst.

Michael Juon
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Bis Ende Mai wird in der Begegnungszone ein Feinbelag aufgetragen. (Bild: Michael Juon)

Bis Ende Mai wird in der Begegnungszone ein Feinbelag aufgetragen. (Bild: Michael Juon)

GOSSAU. In einer Art L-Form umgibt die Begegnungszone das Wohn- und Geschäftshaus «Perron 3» auf der Stadtbühl- und der Bahnhofstrasse. Bis Ende Mai soll die Gestaltung der Zone abgeschlossen sein, sagt Stadtrat Kurt Züblin, Vorsteher der Abteilung Bau Umwelt Verkehr. Unter anderem fehle noch ein Feinbelag.

Tempolimit tief

Ein Geschwindigkeitsmesser soll die Automobilisten auf die Tempolimite von 20 Stundenkilometern in der Begegnungszone aufmerksam machen. Denn: «20 Stundenkilometer sind eine tiefe Geschwindigkeit.

Auch ich muss aufpassen, dass ich nicht zu schnell unterwegs bin», sagt Züblin. «Es ist einfach, das Tempolimit einzuhalten», antwortet ein Autofahrer auf eine entsprechende Frage. Doch der Geschwindigkeitsmesser spricht eine andere Sprache: Die Mehrzahl der Autos fährt schneller als die erlaubten 20 Stundenkilometer.

Parkplatzsituation pikant

In der Begegnungszone gibt es 15 markierte Parkplätze.

«Die maximale Parkzeit, festgelegt von der Verkehrstechnik der Kantonspolizei, beträgt sechs Stunden», sagt Züblin. Diese Langzeitparkplätze sollen verkehrsberuhigend wirken, weil so weniger parkiert und wieder weggefahren wird.

Adrian Koller von Koller's Bäckerei Konditorei Café im «Perron 3», würde Kurzzeitparkplätze bevorzugen. Denn so könnten die Kunden unkompliziert vor den Geschäften kurz parkieren und ihre Besorgungen machen.

Dieser Wunsch der Gewerbler und die Position der Kantonspolizei sei noch nicht vom Tisch, sagen Züblin und Koller. Zudem habe die Polizei unter den Falschparkierern bereits zahlreiche Bussen verteilt, weiss Züblin. Deshalb müsse an der Parkplatz-Problematik noch gearbeitet werden. Und auch die Autofahrer müssten sich erst einmal an die Neuregelung gewöhnen.

Allgemein positive Reaktionen

Ansonsten äusserten sich seine Kunden der Begegnungszone gegenüber positiv, sagt Koller. Auch habe es in der Begegnungszone bis jetzt keine Zwischenfälle gegeben mit den installierten Bänkli auf der Stadtbühlstrasse.

Nach der Fertigstellung der Begegnungszone plane die Stadt eine gestalterische Aufwertung im angrenzenden Gebiet Richtung Norden, sagt Züblin.