Kurhaus in Amden wird zu Asylunterkunft

AMDEN/ST.GALLEN. Der Kanton St.Gallen mietet das Kurhaus Bergruh in Amden und wandelt es in eine Asylunterkunft um. Vorgesehen sind 100 bis 120 Plätze. Die jetzigen Betreiberinnen, die Baldegger Schwestern, ziehen sich nach 91 Jahren von der "Bergruh" zurück.

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Bild: pd

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Im Herbst werden die 20 im Amden ansässigen Baldegger Schwestern das Kurhaus Bergruh aufgeben und ins Mutterhaus nach Baldegg zurückkehren, wie es in einer Medienmitteilung des Kantons St.Gallen heisst. Ab dann übernimmt der Kanton die Liegenschaft.

Dem Orden fehle es an Nachwuchs, um die "Bergruh" weiterzuführen. Zudem sei die Nachfrage nach Kuraufenthalten in den vergangenen Jahren stetig gesunken. Für das externe Personal, das im Kurhaus angestellt ist - derzeit 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - werde nach "geeigneten Lösungen" gesucht.

Das Kur- und Ferienhaus soll ab 2016 als kantonales Asylzentrum genutzt werden. Es liegt auf 900 Metern über Meer und verfügt derzeit über 55 Gästezimmer, 30 Zimmer für die Schwestern sowie mehrere Aufenthaltsräume. Der Kanton hat das Haus vorerst für fünf Jahre gemietet. "Optionen für Verlängerungen bestehen", heisst es in der Mitteilung weiter.(pd/red.)

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