Kurbad gegen den Kater

Der Einfall des Saufkumpanen, der am frühen Freitagmorgen in den Aussenbereich der Säntispark-Bäderlandschaft eingebrochen ist, war gar nicht so unvernünftig (siehe Ostschweiz am Sonntag). Dem 33-Jährigen gelang es trotz Vollrauschs, die Abdeckung des Solebads beiseite zu schieben, um ein Bad zu nehmen.

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Der Einfall des Saufkumpanen, der am frühen Freitagmorgen in den Aussenbereich der Säntispark-Bäderlandschaft eingebrochen ist, war gar nicht so unvernünftig (siehe Ostschweiz am Sonntag). Dem 33-Jährigen gelang es trotz Vollrauschs, die Abdeckung des Solebads beiseite zu schieben, um ein Bad zu nehmen.

Suppe hilft ja gegen Kater, auch prophylaktisch. Da kann es nur helfen, sich in ein Becken voller heissen Salzwassers zu setzen. Denn was ist Suppe, wenn nicht heisses Salzwasser? Dummerweise schlief der «Nachtbader» dabei ein und konnte am frühen Morgen von der Polizei nur mit Mühe geweckt werden. Die stärksten Kopfschmerzen dürften ihm nun jedenfalls die Anzeigen wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung bereiten.

Polizeisprecher und Rettungsschwimmer beschwören nun im Zeitungsbericht zwar die Gefahren, denen sich der ungebetene Badegast ausgesetzt habe. Aber es gibt keinen Grund, gleich hysterisch zu werden. Was (oder wer) gründlich in Salz-Lake gepökelt wird, hält sich schliesslich länger. Wobei der «Rollmops» auch darauf hätte verzichten können, da dem Alkohol eine ähnliche Wirkung zugeschrieben wird. Und darin war der Mann in dieser Nacht offensichtlich auch eingelegt gewesen. Jedenfalls hatte er bei seiner Festnahme noch immer 1,6 Promille im Blut. (jw)