Kunstrasen lockt Profis an

Der neue Kunstrasenplatz des FC Abtwil-Engelburg ist der modernste in der Gegend. Häufiger Gast ist der FC St. Gallen, und das Hotel Säntispark wirbt mit dem neuen Spielfeld um Profiteams.

Rafael Rohner
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Wie ein weicher Teppich: Der neue Kunstrasen auf der Spiserwis in Abtwil ist bei Vereinen in der Umgebung als Trainingsmöglichkeit gefragt. (Bild: Hanspeter Schiess)

Wie ein weicher Teppich: Der neue Kunstrasen auf der Spiserwis in Abtwil ist bei Vereinen in der Umgebung als Trainingsmöglichkeit gefragt. (Bild: Hanspeter Schiess)

abtwil. Dieses Wochenende beginnt die Challenge League. Vergangene Woche ist die Axpo-Super-League gestartet. Doch die Sommerferien sind nicht nur für Profifussballer kurz. Auch viele Vereine der unteren Ligen haben das Training bereits wieder aufgenommen. So auch der FC Abtwil-Engelburg, der sich seit vergangener Woche auf die neue Saison vorbereitet. Erstmals auch auf dem neuen Kunstrasenplatz in Abtwil. «Der neue Platz bietet insbesondere bei schlechtem Wetter eine gute Ausweichmöglichkeit», sagt der Trainer des FC Abtwil-Engelburg, Peter Zürcher.

«Investition hat sich gelohnt»

Insgesamt 790 000 Franken hat der neue Fussballplatz gekostet. 200 000 Franken zahlte der Zweitligaverein FC Abtwil-Engelburg, 470 000 Franken die Gemeinde Gaiserwald und 120 000 Franken übernahm der Sport-Toto-Fonds. «Die Ausgaben haben sich mehr als gelohnt», sagt Ivo Forster, Vereinspräsident des FC Abtwil-Engelburg rund ein halbes Jahr nach der Fertigstellung des Platzes. Insbesondere im Winter sei der Kunstrasen von Vorteil.

Weniger Hautschürfungen

Von der Investition des Dorfvereins profitieren aber nicht nur die Teams des FC Abtwil-Engelburg selber. Auch der FC St. Gallen nutzt den Platz häufig. «30- bis 40mal waren es seit der Eröffnung», sagt Ivo Forster. Der Kunstrasenplatz in Abtwil sei einer der modernsten in der Gegend, begründet Markus Scherrer, Pressesprecher des FC St. Gallen die Trainings des FCSG auf der Spiserwis. Vor allem für die Vorbereitung auf Meisterschaftsspiele, die auf Kunstrasen stattfinden, oder im Frühjahr sei das Spielfeld wertvoll. Man spüre die Fortschritte, die in der Herstellung von Kunstrasenplätzen gemacht worden seien. Dem kann sich Peter Zürcher nur anschliessen. Da der Platz sehr weich sei, bestehe wenig Verletzungsgefahr und das Verhalten des Balls sei ähnlich wie auf echtem Rasen, sagt er. Es seien sogar Grätschen möglich, ohne dass es Hautschürfungen gebe. Er selber habe das altershalber aber bisher noch nicht ausprobiert.

Da der neue Platz den ganzen Winter über grün geräumt werden konnte, hätten diesen Frühling auch Vereine aus unteren Ligen für Trainings angefragt, sagt Forster. Diesen Anfragen sei man gerne nachgekommen, so hätten beispielsweise der damalige Ligakonkurrent Flawil und der Drittligaverein Fortuna in Abtwil trainiert. «Die Auslastung des Platzes ist sehr gut», sagt Forster.

Säntispark wirbt mit Spiserwis

Als klaren Standortvorteil wertet das Hotel Säntispark den neuen Kunstrasenplatz. Immer wieder logieren dort internationale Fussballclubs und Nationalmannschaften. «Wir sind froh um jeden neuen hochwertigen Platz, den wir anbieten können», sagt Rolf Müller, Geschäftsführer des Hotels. Gerade im Zusammenhang mit dem geplanten Ausbau des Hotels Säntispark für 30 Millionen Franken, begrüsst Müller den neuen Kunstrasenplatz. Für die Fussballteams seien aber nach wie vor hochwertige Rasenplätze wichtiger als ein guter Kunstrasenplatz.

Wenn möglich, bevorzuge auch der FC Abtwil-Engelburg den echten Rasen auf dem Hauptspielfeld, sagen Trainer Peter Zürcher und Vereinspräsident Ivo Forster. Das werde auch in der Hauptrunde des Schweizer Cups am 17. oder 18. September so sein, für die sich der FC Abtwil Engelburg qualifiziert hat. «Mit etwas Losglück muss dann der FC St. Gallen für einmal nicht mehr nur zum Training auf die Spiserwis», sagt Forster.