KUNSTRAD: Sie punkten in der Elite

Die Vierer-Kunstradfahrerinnen des VC Rheineck sind nach der erfolgreichen vergangenen Saison bei den Juniorinnen praktisch nahtlos in die Elite umgestiegen. Dort behaupten sie sich bislang.

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Die Rheinecker Kunstradfahrerinnen überzeugen auch im Scheinwerferlicht der Elite-Kategorie (von links): Laura Tarneller, Nadine Bissegger und Ronja Zünd. Auf dem Bild fehlt Fabienne Haas. (Bild: Archiv/ys)

Die Rheinecker Kunstradfahrerinnen überzeugen auch im Scheinwerferlicht der Elite-Kategorie (von links): Laura Tarneller, Nadine Bissegger und Ronja Zünd. Auf dem Bild fehlt Fabienne Haas. (Bild: Archiv/ys)

Die hervorragende erste Jahreshälfte des aus drei Rheinecke­rinnen und einer Uzwilerin bestehenden Teams ist noch in bester Erinnerung: Laura Tarneller, Ronja Zünd, Fabienne Haas und Nadine Bissegger haben ihre vergangene Juniorinnen-Saison mit di­versen Topresultaten abgeschlossen. Der Höhepunkt des Kunstradvierers war die Silbermedaille an der Europameisterschaft. Hinzu kamen die Verteidigung des Schweizer Meistertitels in ihrer Kategorie sowie das Brechen eines fünfjährigen Schweizer Punkterekords.

Da die vier jungen Frauen aber aufgrund des Alters nächstes Jahr in die Elite-Kategorie aufsteigen, haben sie sich nach nur einem Monat Trainingspause entschieden, das Ende der Saison bei den «Grossen» gleich dranzuhängen. Dies war ein gewagtes Vorhaben, denn die erste Jahreshälfte hatte dem Quartett viel Energie abverlangt. Der Gewinn der EM-Medaille datiert vom Juni, ihren ersten Einsatz in der Elite hatten Tar­neller, Zünd, Haas und Bissegger bereits Ende August am Pfungener Pokal. Danach folgte der Ems-Cup.

In den ersten beiden Elite-Wettkämpfen zeigten die vier Sportlerinnen gute Leistungen. Man merkte ihnen jedoch an, dass sie das Training erst kürzlich wieder aufgenommen hatten. Deshalb sah die Kür noch nicht ganz rund aus – namentlich die Abläufe machten den vier Kunstradfahrerinnen zu schaffen.

Messen mit Weltmeisterinnen

Sie verbesserten sich aber von Training zu Training und von Wettkampf zu Wettkampf. Die gestiegene Formkurve zeigten Laura Tarneller, Ronja Zünd, Fabienne Haas und Nadine Bissegger an der Swiss-Austria-Masters-Serie. Dort stehen jeweils die Besten am Start, auch dieses Jahr war die Startliste mit zahlreichen Weltmeisterinnen gespickt. Mitten in diesem grossen Zirkus waren die vier Talente vom Kunstradvierer Rheineck/Uzwil. Beim Anblick der vielen Regenbogentrikots hätten viele andere das Knieschlottern bekommen, aber das Quartett schlug sich dennoch bravourös.

Etwa in Feldkirch-Gisingen, wo die vier jungen Frauen in der ersten Jahreshälfte den neuen Schweizer Rekord aufgestellt hatten. Die guten Erinnerungen an die Halle beflügelten die vier jungen Frauen. Mit einer fantastischen Kür kratzten sie gar an der «magischen 200er-Marke». Den eigenen Rekord verbesserten die Frauen mit 199,61 um ein paar Punkte.

Erster Platz in der Weltrangliste

In Lichtensteig starteten sie an der Schweizer Elite-Meisterschaft. Dort wurden die Tickets für die Weltmeisterschaften vergeben. Den vier Ostschweizerinnen ging es aber nur darum, zu zeigen, dass in Zukunft mit ihnen zu rechnen ist. Ihnen gelang eine schöne, aber nicht fehlerfreie Kür. Mit 188 Punkten gewannen Tarneller, Zünd, Haas und Bissegger die bronzene Auszeichnung – ihre erste Medaille in der höchsten Kategorie.

Mit einer beachtlichen Elitesaison hat der Rheinecker Kunstradvierer gezeigt, dass er auch in der Elite mitmischen kann. Mehr noch: Dank der guten Resultate führt er zurzeit die Weltrangliste in der Kategorie Act 4 (Mannschaften) an. Ende November geht es dann zum Grossen Weinpreis nach Erlenbach in Baden-Württemberg. Für die vier Sportlerinnen wird es der letzte Wettkampf eines langen, intensiven Jahres sein. (pma)