Kunstmuseum präsentiert erste Dauerausstellung

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Programm Mit dem Auszug des Naturmuseums aus dem Kunklerbau im Stadtpark eröffnen sich dem Kunstmuseum völlig neue Möglichkeiten. Und diese will das Museum nutzen, wie ein Blick auf das umfangreiche Jahresprogramm zeigt. Doch vorerst bleibt Natur an der Museumsstrasse 32 Thema: Zum Auszug des Naturmuseums hat das Kunstmuseum den US-Künstler Mark Dion eingeladen, seine Ausstellung «The Wondrous Museum of Nature» zu präsentieren. Gezeigt werden die Objekte seit dem 17. Dezember im Untergeschoss, dort, wo bis jetzt die Sammlung des Naturmuseums ausgestellt war. Sie ist bis 17. September 2017 zu sehen.

Das Erdgeschoss hingegen wird ab 21. Januar für die erste grosse Präsentation der eigenen Sammlung genutzt. Unter dem Titel «Endlich! Glanzlichter der Sammlung» zeigt das Kunstmuseum in seiner ersten Dauerausstellung Werke vom Mittelalter bis zur Moderne, die bis anhin meist in den unterirdischen Lagern ein heimliches Dasein fristeten. «Die Ausstellung folgt einem kulturhistorischen Parcours, der von der Malerei und Skulpturen der Hochgotik bis zum Impressionismus führt», schreibt Hansruedi Voser, Präsident der Stiftung Kunstmuseum St. Gallen, im Programm. «In einem zweiten Kapitel liegt ein Schwerpunkt auf der Schweizer Kunst der Jahrhundertwende, die geprägt ist von Ferdinand Hodler.»

Dialog mit zentralen Künstlern

Vom 11. März bis zum 27. August präsentiert das Kunstmuseum die Ausstellung «Arp Gehr Matisse». Darin wird das Schaffen von Ferdinand Gehr erstmals in den Zusammenhang mit der internationalen Avantgarde gestellt. Mit Hans Arp und Henri Matisse tritt er mit zwei zentralen Künstlern der Klassischen Moderne in den Dialog. Ab 3. Juni bis 2. Oktober füllen die Objekte der niederländischen Künstlerin Magali Reus die Räume des Kunstmuseums. Sie entwickelt skulpturale Werke, die an existierende Objekte wie Behältnisse, Klappstühle oder Pferdesättel erinnern.

Danach folgt eine Ausstellung mit Bildern der US-Malerin Marcia Hafif. Sie hat «Radical Painting» begründet. Der Begriff steht für eine monochrome Malerei, die ohne Abbildcharakter die reine Wirkung von Farbe auf einen Träger untersucht. Die Ausstellung ist vom 16. September 2017 bis 14. Januar 2018 im Kunstmuseum zu sehen.

Zwei Ausstellungen in der Lokremise

Weiter zeigt das Kunstmuseum ab 7. Oktober «Good Life Ceramics» der Zürcher Künstlerin Caro Niederer und vom 4. November 2017 bis 11. Februar 2018 Fotografien des St. Galler Künstlers Georg Gatsas. In der Kunstzone in der Lokremise präsentiert das Museum im Jahr 2018 zwei Ausstellungen. Vom 4. Februar bis zum 25. Juni ist «Body Doubles» zu sehen. Vom 8. Juli bis 12. November wird die Kunst des Franzosen Pierre Bismuth in der Kunstzone der Lokremise gezeigt. (ren)

www.kunstmuseumsg.ch