Kunstkiosk – jung und kreativ

Aus einem kleinen Raum ist mit Ideenreichtum und Engagement die Galerie Kunstkiosk entstanden. Dort zeigen junge Kunstschaffende jeden Monat Werke zu einem bestimmten Thema.

Michele Kalberer
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Im «Kunstkiosk» präsentieren junge Kunstschaffende ihre Werke. (Bild: Michèle Kalberer)

Im «Kunstkiosk» präsentieren junge Kunstschaffende ihre Werke. (Bild: Michèle Kalberer)

Ein Spiegelei auf schwarzem Hintergrund mit einem Eidotter aus bemalter und lackierter Knete, Bilder von Menschen, die Fische, Früchte und Spaghetti essen, unzählige Skulpturen und Figuren: In der Galerie Kunstkiosk präsentiert die Gestaltungsklasse 2mG der Kantonsschule am Burggraben jeden Monat neue Werke zu einem bestimmten Thema.

Ausstellung zum Thema «Essen»

Am vergangenen Donnerstag haben die jungen Künstlerinnen und Künstler ihre Ausstellung zum Thema «Essen» eröffnet. Bei den Besuchern traten unterschiedlichste Reaktionen zutage: Viele erteilten Lob, manche bemäkelten die Wahl der Perspektive, andere rätselten über die Materialien. In einem Punkt waren sich aber alle einig: «Den Beinamen Kunst trägt der ehemalige Kiosk zu Recht.»

Das Thema der Ausstellung war auch Programm: Ein buntes Buffet verlockte mit vielen Leckerbissen. Wer Glück hatte, griff nach einem Apérohäppchen und nicht nach einer der zwar köstlich aussehenden, aber nicht essbaren Tonskulpturen.

Ausserschulisches Projekt

Im Gespräch mit zwei Mitschaffenden des «Kunstkiosks» dominiert vor allem ein Anliegen: «Die Galerie hat nichts mit der Kanti zu tun.» Der Ehemaligen-Verein der Kanti bezahle zwar die Raummiete von hundert Franken, wofür sie sehr dankbar seien, sagt Lisa Jordan. «Das Projekt haben wir aber selber verwirklicht.» Klassenkameradin Janina Zünd sagt: «Als unser Lehrer Alex Schillig die Idee unserer Klasse vorstellte, waren wir sofort begeistert.» Den jungen Betreibern der Galerie ist wichtig, nicht über die Schule mit dem «Kunstkiosk» in Verbindung gebracht zu werden. Dass sie das Projekt als Klasse führen, sei irrelevant. «Die Arbeit im <Kunst-Kiosk> ist freiwillig», sagt Lisa. In ihrer Freizeit würden sie mit eigenen Materialien ihre Ideen verwirklichen. Auch Lehrer und Begleiter Alex Schillig findet: «Die Klasse hat alles selbst auf die Beine gestellt. Genau deshalb möchte ich mich im Hintergrund halten. Ich helfe, wenn ich gebraucht werde.»

Miete auf unbestimmte Zeit

Wie lange die Klasse in der Galerie ausstellen darf, ist unklar. Sie muss vermutlich mit der Renovation des Hotels Ekkehard schliessen. «Weil wir nicht wissen, wie lange wir diese Chance noch haben, sind wir umso motivierter, die Galerie immer wieder mit neuen Werken zu füllen», sagt Janina. Sie ist jeden Donnerstag von 17 bis 19 Uhr geöffnet.