Kunst nicht nur als Dekoration

RORSCHACHERBERG. Jürg Jaberg ist Maler, Andreas Husi ist Plastiker. Beide wohnen und wirken in der Region. Ab Sonntag stellen die Künstler ihre Bilder und Skulpturen im Schloss Wartegg in Rorschacherberg gemeinsam aus.

Michel Burtscher
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Andreas Husi (links) und Jürg Jaberg stellen zusammen im Schloss Wartegg in Rorschacherberg aus. (Bild: Michel Burtscher)

Andreas Husi (links) und Jürg Jaberg stellen zusammen im Schloss Wartegg in Rorschacherberg aus. (Bild: Michel Burtscher)

Jürg Jaberg und Andreas Husi kennen einander schon seit Jahrzehnten. Beide haben am Semi beziehungsweise an der Pädagogischen Hochschule unterrichtet, sind dadurch Freunde geworden. Beide kommen ursprünglich nicht aus der Region, fühlen sich aber verbunden mit ihr. Und beide haben die gleiche Leidenschaft: die Kunst. Sie führen diese Leidenschaft aber unterschiedlich aus: Jaberg ist Maler, Husi ist Plastiker. Nun stellen sie ihre Werke im Schloss Wartegg in Rorschacherberg aus.

Immer die gleichen Themen

Mit der Kunst in Berührung kam Jürg Jaberg erstmals, als er als 16-Jähriger ein Museum in Paris besuchte. Er war dann selber über Jahre künstlerisch tätig, hat auch ausgestellt. «1998 hörte ich dann auf mit dem Malen», erzählt er. Als er pensioniert wurde und Zeit hatte, begann er wieder damit. Die Themen, die er in seiner Kunst verarbeitet, sind seit jeher die gleichen: «Meine Bilder drehen sich immer um die gleichen fünf Themen», sagt Jaberg und zählt auf: «Häuser, Uhr- und Räderwerke, Inseln, Archen und Tische.» Sein Atelier befindet sich in Rorschach, er wohnt in Rorschacherberg.

Auch bei Andreas Husi war der Drang zum künstlerischen Gestalten, zur Arbeit mit den Händen, schon früh da. Das handwerkliche Geschick machte er auch zum Beruf: Er wurde Werklehrer. Der Kunst widmet er sich aber erst so richtig, seit er pensioniert wurde. «Das Künstlerische hatte ich schon immer in mir. Vor der Pensionierung hatte ich einfach keine Zeit, diese Leidenschaft auszuleben», sagt er. Er wohnt in Thal, sein Atelier befindet sich in St. Margrethen.

Gespannt auf die Reaktionen

Einen Titel hat die Ausstellung der beiden Künstler nicht – und das mit Absicht. «Das hätte uns zu stark eingegrenzt», sagt Jaberg. Auch abgesprochen haben sie sich nicht. Trotzdem werde der genaue Betrachter Gemeinsamkeiten feststellen können zwischen seinen Skulpturen und den Bildern von Jaberg, ist sich Andreas Husi sicher. Und er betont: «Unsere Kunst ist keine Dekoration. Wir haben etwas zu sagen. Und wir wollen den Betrachter zum Denken anregen.»

Nun freuen sich die beiden auf die Vernissage ihrer Ausstellung übermorgen Sonntag. Jaberg wird zwischen 40 und 50 Bilder ausstellen, Husi 17 Skulpturen. «Wir sind gespannt, wie die Leute auf unsere Kunst reagieren, was sie davon halten und ob wir verstanden werden», sagt Jaberg. Die Ausstellung läuft bis zum 20. Mai.

Vernissage Ausstellung: Sonntag, 19. April, 16 Uhr, Schloss Wartegg

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