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KUNST: Mutigen ein Gesicht geben

Von pakistanischen Kämpferinnen bis zum St. Galler Paul Grüninger: Die Biografien von mutigen Menschen standen für Studentinnen und Studenten der Pädagogischen Hochschule im Zentrum.
Helga Klee
Nina Schlegel (links) porträtierte Carl Lutz, Sina Mautz entschied sich für die pakistanische Kämpferin Malala Yousafazait. (Bild: Helga Klee)

Nina Schlegel (links) porträtierte Carl Lutz, Sina Mautz entschied sich für die pakistanische Kämpferin Malala Yousafazait. (Bild: Helga Klee)

Helga Klee

redaktionot@tagblatt.ch

Die Studierenden an der Pädagogischen Hochschule (PHSG) in Rorschach hatten die Wahl, aus einer Vielfalt verschiedener Workshops drei auszusuchen, die ihnen am besten zusagten. Acht von ihnen erwarben während vier Tagen die Fähigkeit, sich mit Menschenrechten, Frieden und Freiheit kreativ in einer Bild­sprache auseinanderzusetzen. Gleichzeitig lernten sie den fachgerechten Bildaufbau. Die Teilnehmenden arbeiteten auf verschiedenen Bildträgern wie Leinwand, Metall- und Holzplatten: Mit Collagen, Texten, Zeitungsausschnitten, welche den gewählten Biografien beispielsweise von Carl Lutz, Paul Grüninger, Elie Wiesel, Rosa Parks, Malala Yousafazai und weiteren entnommen wurden.

Knapp einem Attentat entkommen

Sina Mautz aus Braunau wählte für ihr Themenbild die heute 20-jährige Kämpferin für die Kinderrechte, Malala Yousafazai. Die Biografie der mutigen Frau aus Pakistan, die nur knapp ein ­Attentat der Taliban überlebte, faszinierte Mautz. Mit sicherer Hand, einem sehr feinen Pinsel malte sie arabische Buchstaben aufs Porträt der jungen Friedensnobelpreisträgerin. Verena Brassel führte die Workshop-Teilnehmenden in die Geheimnisse ihrer Naturfarben ein. Das uralte Rezept, bei dem Eier mit Leinöl und Wasser vermischt wurden, löste Staunen aus. Die daraus entstandenen, dezenten Glanzfarben fanden in der Folge grossen Zuspruch. Die jungen Kunstschaffenden entwickelten die gelernten Techniken aus Gewürzen, Sand und Erde weiter und stellten eigene Farben her. Zum eigenen, grossen Themenbild gestalteten die sehr engagiert arbeitenden künftigen Lehrpersonen an einem Gemeinschaftswerk. Dabei ging es darum, zum Thema «Wir vergessen nicht» eine ei­gene Platte zu gestalten. Daraus wurde ein gemeinsames Kunstobjekt geschaffen.

Die acht Studierenden der PHSG waren begeistert vom themenbezogenen Kunstschaffen. Die verschiedenen Techniken und das Selberherstellen von Farben bringe ihnen sehr viel, das sie später in ihrem Beruf den Schülern weitergeben können. Verena Brassel zieht eine positive Bilanz: «Mich freute es besonders, dass sich die jungen Menschen angesprochen fühlten vom Thema. Ich bin dankbar, dass mein soziales Engagement dazu beiträgt, dass sich angehende Lehrpersonen mit der Geschichte der Vergangenheit auseinandersetzen. Junge Menschen können aus der Geschichte lernen, der Verführung des Rechtsextremismus entgegenzuwirken.»

Hinweis

Kursteilnehmer stellen die Werke vom 18. September bis 6. Oktober an der Pädagogischen Hochschule St. Gallen in Rorschach aus.

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