KUNST: Kritisches im Schaufenster

Die Künstlerin Anita Sonnabend thematisiert im Basar Bizarr die Nutztierhaltung, ohne dabei ideologisch wirken zu wollen.

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Das «Warum?-Fenster» regt zum Nachdenken an. (Bild: Katharina Schatton)

Das «Warum?-Fenster» regt zum Nachdenken an. (Bild: Katharina Schatton)

Diesen Monat stellt die Künstlerin Anita Sonnabend die Betrachter ihrer Schaufenster vor ein eher schwieriges Thema. Ihr «Warum?–Fenster» zeigt Bilder und Zitate, die den Leuten ins Gesicht schreien sollen. Schonungslose Darstellungen von Schweinen und anderen Tieren in Schlachthöfen und bei der Verarbeitung, Gegenüberstellungen von Nutz- und Heimtieren.

Kritisch sein, aber nicht mit dem Zeigefinger

«Ich möchte ein Bewusstsein für blinden und übermässigen Konsum schaffen», sagt Sonnabend. Sie wolle bei sich selbst anfangen und so auch für das ständige Wegsehen sensibilisieren. Eine Ideologie vertreten wolle sie dabei aber keinesfalls. «Viel wichtiger ist es mir, kritische Selbstreflexion anzuregen», sagt Sonnabend. Ein Gegengewicht setzt die Künstlerin auch: Nebenan, im zweiten der Schaufenster, präsentiert sie selbstgebastelte Figuren. Sie sind ab dem 25. Oktober im Figurentheater im Stück «Cinderella» zu sehen. (kas)