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KUNST IM TRAFO: Premiere mit Retroausstellung

Das Werk des verstorbenen Rorschacher Malers und Zeichners Erich W. Rutishauser zeigt seine Witwe im Trafo im Stadtwald. Damit wird der Bau im Eigentum der Stadt erstmals für einen neuen Zweck genutzt.
Fritz Bichsel
Sibylle Bühlmann stellt Kunstwerke ihres verstorbenen Mannes Erich W. Rutishauser aus. (Bild: Fritz Bichsel)

Sibylle Bühlmann stellt Kunstwerke ihres verstorbenen Mannes Erich W. Rutishauser aus. (Bild: Fritz Bichsel)

Fritz Bichsel

redaktionot

@tagblatt.ch

Mit dem Leben befasste sich Erich W. Rutishauser intensiv. Mit Menschen vor allem, ihren Gemütszuständen oder Lebensbedingungen, und mit der Natur. Von Porträts bis zu abstrahierter, ausdrucksstarker Darstellung ziehen sich Gesichter durch sein Werk. Wenn er Landschaften, Berge oder einzelne Naturelemente malte oder zeichnete, gab er ihnen oft ebenfalls menschliche Züge – ein Gesicht, einen ganzen Körper oder Beine. Ebenso setzte sich Eru, wie er sich als Künstler nannte, mit dem Zeitgeschehen auseinander. Dazu schuf er Karikaturen, von der Rorschacher Politik bis zu Wirren um Kurt Waldheim, den von seiner Nazi-Vergangenheit eingeholten österreichischen Bundespräsidenten und früheren UNO-Generalsekretär. Mit Karikaturen kommentierte er lokale und regionale Politik auch im Tagblatt. Die Vielfalt seines künstlerischen Schaffens spiegelt sich in den Formaten, von feinen Zeichnungen in Briefpapiergrösse über kleine Stillleben und grössere Aquarelle bis zu grossflächigen Ölbildern in intensiven Farben.

Die gut tausend Werke, die Eru hinterliess, sind nun ab kommenden Samstag zu sehen: im renovierten Trafo am Adolf-Gaudy-Weg in Rorschach bei der Turnhalle des Pestalozzischulhauses, südlich des mittleren Stadtwald-Hochhauses. Die Rorschacherin Sibylle Bühlmann, die mit Erich W. Rutishauser bis zu seinem Tod vor 17 Jahren verheiratet war, zeigt sie an den Wänden des zweigeschossigen Gebäudes, an Wäscheleinen, in Ordnern, in einer Diaschau und in zwei gegen 300-seitigen Buchbänden: Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen und Wandbilder im einen, Karikaturen, Comics und Skizzen im zweiten. Karikaturen ermöglichen eine Zeitreise retour in die Stadt- und Regionalpolitik mit damaligen Akteuren wie Marcel Fischer oder Ernst Tobler und noch aktiven wie Thomas Müller oder Max Bürkler. Zur Vernissage am 17. Juni ab 11 Uhr spricht der Fotograf und Konzeptkünstler Mäddel Fuchs, musikalisch gerahmt durch Agnieszka Gorgon.

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