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KUNST: Ein barocker Sonderling

Zu Ehren von Papst Franziskus war ein barockes Gemälde bis vor kurzem in Mailand ausgestellt. Nun ist es in St. Gallen zu sehen.
«Der Heilige Petrus bei der Lektüre» von Giovanni Serodine ist derzeit im Historischen und Völkerkundemuseum ausgestellt. (Bild: PD)

«Der Heilige Petrus bei der Lektüre» von Giovanni Serodine ist derzeit im Historischen und Völkerkundemuseum ausgestellt. (Bild: PD)

Nur rund 15 Werke hat Giovanni Serodine in seinem Leben gemalt. Das liegt wohl daran, dass der Tessiner Künstler als Mittdreissiger früh verstarb. Oder es liegt daran, dass der Künstler zu Lebzeiten mehr geächtet als gepriesen wurde. Heute zählt der Bildhauer, Architekt und Maler jedenfalls zu den wichtigsten Künstlern des 17. Jahrhunderts. Dementsprechend gross ist auch die Freude beim Historischen und Völkerkundemuseum, Serodines Hauptwerk, «Der Heilige Petrus bei der Lektüre», in der aktuellen Ausstellung «Giovanni Züst – Silber, Antiken, Malerei» zeigen zu können.

Das Gemälde ist mehrere Millionen Franken wert

«Ein solches Spitzenwerk von internationaler Bedeutung wird es kaum mehr in St. Gallen zu bestaunen geben», sagt Kuratorin Isabella Studer-Geisser. Das Gemälde entstand kurz vor dem Tod des Künstlers um 1630 und zeigt den alten Apostel Petrus bei der Bibellektüre. Giovanni Serodine sei auch deshalb geächtet worden, weil sein Stil seiner Zeit ­voraus war. «Er hat das Hoch­barocke vorausgegriffen, was bei seinen Zeitgenossen schlecht ankam. Er galt als Sonderling, als Wilder», sagt Studer-Geisser.

Mehrere Millionen Franken betrage der Schätzwert des Gemäldes, und das Werk ist so beliebt, dass das Historische und Völkerkundemuseum lange darauf warten musste. «Das Bild ist mit drei Wochen Verspätung aus Mailand gekommen», sagt Studer-Geisser. Dort hing es im Frühjahr im Rahmen der Ausstellung «I Santi d’Italia», die sich zu Ehren von Papst Franziskus den Heiligen Italiens annahm. Wie in St. Gallen war das Werk auch in Mailand Schlüsselbild der Ausstellung und zierte Plakat, Flyer und Cover des Ausstellungskatalogs, wie es in einer Mitteilung heisst. (pd/ghi)

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