Kulturprojekte sistieren?

RAPPERSWIL-JONA. Der Kanton St. Gallen budgetiere für das neue Jahr ein Defizit von gut 30 Millionen Franken und tätige gleichzeitig «massive» Kulturausgaben – «eine absurde Situation», finden die Jungfreisinnigen See-Gaster.

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RAPPERSWIL-JONA. Der Kanton St. Gallen budgetiere für das neue Jahr ein Defizit von gut 30 Millionen Franken und tätige gleichzeitig «massive» Kulturausgaben – «eine absurde Situation», finden die Jungfreisinnigen See-Gaster. «Es kann mit Fug und Recht gefragt werden, ob kulturelle Prestigeprojekte vorderhand nicht sistiert werden sollten.»

Die Jungpartei spielt damit auf das Klanghaus Toggenburg an. Das Kantonsparlament hat das Bauvorhaben Anfang Monat gutgeheissen; der Kanton leistet 19 Millionen Franken an den geplanten Bau am Schwendisee (Ausgabe vom 3. Dezember). Hinzu kämen jährlich «mehrere hunderttausend Franken Betriebsdefizit», so die Jungfreisinnigen See-Gaster. Gleichzeitig erhöhe der Kanton auch seinen Beitrag ans Kunstzeughaus Rapperswil. Die Volksabstimmung über das Klanghaus kommendes Jahr werde zeigen, ob die St. Galler Stimmberechtigten dafür «Musikgehör» hätten. Sie wehrten sich nicht grundsätzlich gegen Kulturinstitutionen – «nur gegen den Ausbau, nicht gegen den Erhalt». «Wenn jeder Wahlkreis für sich ein Kulturdenkmal beanspruchen wolle, würde das Fuder definitiv überladen», schreibt die Jungpartei. (rw)

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