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Kultur aus aller Welt

Eine internationale Gruppe aus Rorschach und Umgebung präsentiert morgen das Projekt «Welt in Rorschach». Ajete Maliqi hat das Theater vor knapp einem Jahr in die Wege geleitet.
Livio Frey
Im Schlofftheater in Rorschach ist Ajete Maliqi mit ihrer Gruppe seit vier Monaten für das Theaterprojekt «Welt in Rorschach» am Proben. (Bild: Livio Frey)

Im Schlofftheater in Rorschach ist Ajete Maliqi mit ihrer Gruppe seit vier Monaten für das Theaterprojekt «Welt in Rorschach» am Proben. (Bild: Livio Frey)

RORSCHACH. Für Ajete Maliqi geht morgen ein langgehegter Wunsch in Erfüllung – in Form des Theater- und Kulturprojekts «Welt in Rorschach». Die Schweizerin mit kosovarischen Wurzeln wollte schon lange mit einer humorvollen, aber gleichzeitig informativen Aufführung auf die Vorurteile und Stereotypen von Migranten aufmerksam machen. Im Besonderen auf jene von Kosovo-Albanern. Ihr Wunsch hat sie nun zusammen mit der Regisseurin Beatrice Mock, ihrer «rechten Hand» Kata Piroch sowie mit Darstellern und Darstellerinnen aus gesamt sieben verschiedenen Nationen in die Tat umgesetzt.

Seit dem Krieg in der Schweiz

Die zweifache Mutter stammt selber aus Kosovo. Dort absolvierte sie das Gymnasium und fing anschliessend ein sozialpädagogisches Studium an, denn ursprünglich wollte sie Lehrerin werden. «Der Sozialbereich hat mich schon immer sehr interessiert», sagt Ajete Maliqi. Doch aus dem Studium wurde nichts. Aufgrund des Krieges und der folgenden Schliessung der Hochschulen kam sie im Jahr 1999 in die Schweiz. «Am Anfang war es schwierig, mich richtig zu integrieren. Vor allem wegen der Sprachbarriere», sagt sie. «Also fing ich als erstes an, Deutschkurse zu besuchen.» Sie ist sich sicher: Der erste Schritt zur erfolgreichen Integration ist die Beherrschung der Landessprache.

Offen sein für Unbekanntes

Heute lebt sie seit 15 Jahren in der Schweiz, ist mittlerweile eingebürgert und spricht fliessend Deutsch. Sie schloss die Ausbildung zur Spielgruppenleiterin ab, arbeitete aber schon in den verschiedensten Bereichen, etwa im Service oder bei der Migros. «Ich fühle mich nicht als Fremde, die Schweiz ist mein Zuhause», sagt sie stolz und selbstbewusst. «Auch andere Migranten sollten zu sich stehen und offen sein für Unbekanntes. Dazu gehört auch, neue Kontakte zu schliessen.»

Engagiert für soziale Projekte

Eine wichtige Rolle für die schnelle und gute Integration spielte wohl auch Ajete Maliqis Engagement in kulturellen Projekten wie beispielsweise in dem vom Bund unterstützten Projet urbain in Rorschach. Das Programm befasst sich mit dem Zusammenleben verschiedener Kulturen in Wohngebieten. Ajete Maliqi findet grossen Gefallen an dem Projekt. Sie selbst sei auch schon früh in Kontakt mit unterschiedlichen Kulturen gekommen, sagt sie. «Neues kennenlernen ist sehr wichtig. Es fördert das Verständnis für ein multikulturelles Zusammenleben.» Im weiteren zeigt Ajete Maliqi ebenfalls viel Einsatz als Spielanimateurin im Projekt «Kinderzeit», ein Angebot für schulische und ausserfamiliäre Betreuung für Kinder.

In ihrem neuestem Projekt «Welt in Rorschach» zeigt sie Szenen aus dem Alltag eines Migranten und thematisiert das Harmonieren verschiedener Kulturen. Das Stück wird unterstützt durch den Migrationsexperten Osman Sadiku. Zwischen den Szenen erzählt er Kurzgeschichten über Kosovo und Migranten in der Schweiz.

Ein bisschen nervös auf den Abend sei sie schon, sagt Ajete Maliqi lächelnd.

«Welt in Rorschach», morgen Samstag, ab 18.30 Uhr, Aula Sekundarschule, Rorschach

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