KULINARIK: Aus «Rimini» wird «Verdi»

Die Bar in der Weinhandlung Selection Schwander hat einen neuen Pächter. Es ist Renato Blättler vom Café St-Gall – der in der Stadt noch weitere Pläne hat.

Drucken
Teilen
«Verdi»-Geschäftsführerin Rebekka Seeger mit Pächter Renato Blättler (links) und Philipp Schwander, dem Inhaber der Weinhandlung Selection Schwander. (Bild: Felix Kauf)

«Verdi»-Geschäftsführerin Rebekka Seeger mit Pächter Renato Blättler (links) und Philipp Schwander, dem Inhaber der Weinhandlung Selection Schwander. (Bild: Felix Kauf)

Renato wer? Das fragte sich manch ein bewanderter St. Galler Beizengänger, als vor zwei Jahren der Name des Pächters im neuen Hauptpost-Café bekannt gegeben wurde. Inzwischen ist der Name des Thurgauer Gastronomen und Ausbildners Renato Blättler auch in der Gallusstadt geläufig. Ende letzten Jahres meldete die Genossenschaft Konzert und Theater, dass Blättler im kommenden Herbst das «Concerto» in der Tonhalle mitsamt der Theater-Gastronomie übernehmen wird.

Bereits letzten Mittwoch hat Blättler einen weiteren Stützpunkt eröffnet. Er ist der neue Pächter der Wein- und Apérobar Verdi am Burggraben. Dort führt der St. Galler Master of Wine, Philipp Schwander, seit Frühling 2016 eine Filiale seiner Weinhandlung Selection Schwander. Der Laden war von Anfang an auch eine Cafébar, mit dem Weinhändler war seinerzeit die Piadineria Rimini eingezogen. Degustieren, dazwischen etwas Kleines essen oder sich im Café im vorderen Teil des Lokals eine Flasche von hinten bringen lassen: Das sei eine ideale Kombination, sagte Schwander damals. Das findet er nach wie vor. Mit dem Pächterwechsel nach nur zehn Monaten will er die Kombination noch stimmiger machen. «Das Angebot ist jetzt präziser auf den Wein ausgerichtet», sagt er. Blättler formuliert es so: «Das Hauptthema in diesem Raum ist der Wein. Wir ordnen uns dem unter, wir sind quasi der verlängerte Arm der Weinhandlung.» Geschäftsführerin ist die Sommelière Rebekka Seeger.

Das «Verdi» öffnet neu erst um 11 Uhr morgens und hat bis gegen 8 Uhr abends geöffnet. Es gibt eine wechselnde Auswahl an offen ausgeschenkten Weinen, die nach Preissegment gegliedert ist, da sind weisse und rote Einer zu 5.50, 6.50 und 8.50 Franken. Für ein Zapfengeld von dreissig Franken können Flaschenweine aus dem Ladensortiment geordert werden. Weiter gibt es Häppchen mit Käse und Fleisch sowie Flambuccos, eine leichtere Variante von Flamm­kuchen. Sie tragen Namen von Verdi-Figuren wie Nabucco, Don Carlo oder Attila.

Ausbildungsplätze für Jugendliche

Die Namengebung hat eine tiefere Bewandtnis. Die Übernahme der Weinbar steht für Blättler in engem Zusammenhang mit dem bevorstehenden Einstieg im «Concerto» und in die Welt des Theaters. Die Lokale zu beiden Seiten des Kantiparks sollen sich ergänzen. Und natürlich verfolgt Blättler auch im «Verdi» das Anliegen seiner bisherigen Lokale: Er will Jugendlichen mit zusätzlichem Unterstützungsbedarf Ausbildungsplätze in der Gastronomie anbieten. «Mit dem Thema Wein öffnet sich da ein weiterer Bereich», sagt Blättler.

 

Beda Hanimann

beda.hanimann

@tagblatt.ch

Verdi, Burggraben 24 Di–Fr 11–19.30, Sa 11–18 Uhr