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KÜNSTLERATELIERS: Günstiges Studio bis teurer Werkraum

Der Stadtrat will nicht nur vergünstigte Ateliers vermieten, sondern auch solche zu Marktpreisen. Der Mix sei wichtig, antwortet er auf einen Vorstoss.

In der Liegenschaft an der Zürcher Strasse 45 in der Lachen sollen Ateliers für Kultur und Kreativwirtschaft entstehen. Die Stadt will dafür marktübliche Mietpreise verlangen. Daran stört sich SP-Stadtparlamentarier Etrit Hasler. Er hat unter dem Titel «Werden städtische Ateliers nicht mehr subventioniert?» einen Vorstoss eingereicht. 29 Ratsmitglieder – vor allem aus dem rot-grünen Lager – haben ihn mitunterzeichnet.

Hasler begrüsst zwar das Vorhaben der Stadt, zusätzliche Ateliers zu schaffen und damit einer Forderung aus der Kulturszene nachzukommen. Er kritisiert aber, dass die Ateliers zu marktüblichen Preisen vermietet werden. Das widerspreche dem im Kulturkonzept festgehaltenen Grundsatz, dass Kulturschaffende auf kostengünstige Arbeits- und Proberäume angewiesen seien. Hasler will vom Stadtrat wissen, ob dieses Vorgehen eine Abkehr vom Grundsatz aus dem Kulturkonzept bedeute.

Unterschiedliche Preise für Ateliers

Nun liegt die Antwort des Stadtrats vor. Wie er darin ausführt, wird bei der Vermietung von Kulturräumen unterschieden, welchem Vermögen sie zugewiesen sind. Liegenschaften im Verwaltungsvermögen dienen einem öffentlichen Zweck und können günstig vermietet werden, so zum Beispiel die Ateliers in der Reithalle. Die Mietpreise dafür betragen 35 und 50 Franken pro Quadratmeter und Jahr. Anders sieht es bei den Liegenschaften aus, die sich im Finanzvermögen der Stadt befinden. Sie müssen marktübliche Renditen erwirtschaften. Die Mietzinse für entsprechende Ateliers liegen laut Stadtrat zwischen 90 und 130 Franken pro Quadratmeter und Jahr. Für jene an der Zürcher Strasse 45 verlangte die Stadt 120 Franken pro Quadratmeter (exklusive Nebenkosten). Sie sollten so weit ausgebaut werden, dass für die Kunstschaffenden kaum mehr Investitionskosten anfielen.

Festhalten am Grundsatz des Kulturkonzepts

«Der Entscheid, die Ateliers an der Zürcher Strasse zu Marktpreisen zu vermieten, bedeutet keine Abkehr vom Grundsatz des Kulturkonzepts», schreibt der Stadtrat. Bei Liegenschaften im Finanzvermögen seien Vergünstigungen nicht vorgesehen. Er verweist auf das breite Spektrum an Atelierräumen, die in der Stadt vorhanden sind: vom günstigen Studio in einer Verwaltungsliegenschaft bis zum grossen Werkraum zu marktüblichen Preisen in einer Finanzliegenschaft. Als Beispiele nennt er ein Gebäude an der Dürrenmattstrasse, das Palace an der Zwinglistrasse, die Espenmoosstrasse oder die Zürcher Strasse 45. Ziel sei, den ausgewogenen Mix zu erhalten.

Vom Vorschlag, die zu Marktpreisen angebotenen Ateliers zu subventionieren und dafür den Kredit «Förderung des aktuellen Kunstschaffens» anzuzapfen, hält der Stadtrat nichts. Der Kredit stehe für die Erarbeitung konkreter Projekte von St. Galler Kulturschaffenden zur Verfügung. Dabei wolle man sich die Flexibilität für die Projektunterstützung bewahren. (cw)

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