Kühler Start, warmes Ende

Der September zeigte sich in der Seeregion mit 150 Sonnenstunden von der warmen Seite. Dies untermauert die durchschnittliche Monatstemperatur von 15,2 Grad – ein Grad über der Norm.

Andreas Walker
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So schön zeigte sich der September und zauberte diese Abendstimmung über Rorschacherberg. (Bild: Andreas Walker)

So schön zeigte sich der September und zauberte diese Abendstimmung über Rorschacherberg. (Bild: Andreas Walker)

REGION. Der September startete ausgesprochen kühl. Doch das Wetter besserte. Am Bodensee betrug die durchschnittliche Septembertemperatur 15,2 Grad und lag damit 1 Grad über der Norm. Die Niederschlagsmenge betrug 50 Liter pro Quadratmeter, was nur gerade 57 Prozent des Durchschnitts entspricht. Und auch die Sonne zeigte sich am Bodensee häufig. Sie schien im September 150 Stunden und erreichte damit 96 Prozent des langjährigen Mittels.

Endlich wärmer

Auf dem Säntis und dem Weissfluhjoch lagen am Morgen des 1. September 9 Zentimeter Neuschnee. Die Tagesmitteltemperaturen bewegten sich in den ersten zwei Tagen in Berglagen mit 5 bis 7 Grad, im nördlichen Flachland mit 2 bis 5 Grad unter der Norm der Jahre 1981 bis 2010. Die tiefen Temperaturen wurden von Höhenkaltluft verursacht, die von der Nordsee über die Alpen in den Mittelmeerraum zog. Vom 4. bis 9. September kam sonnigeres und wärmeres Wetter. Vom 6. bis zum 8. September wurden verbreitet 60 bis 80 Prozent der möglichen Sonnenscheindauer erreicht. Die Tagesmitteltemperaturen lagen in den meisten Regionen 3 bis 5 Grad über der Norm. In der sommerlichen Luftmasse entstanden Gewitter, die durch Höhenkaltluft verursacht wurden. Vom 10. bis 14. September floss noch einmal Höhenkaltluft von der Ostsee über den Alpenraum zum Balkan. Am 11. September lagen auf dem Säntis 5 Zentimeter und auf dem Weissfluhjoch 8 Zentimeter. Vom 15. bis 21. September herrschten wieder milde Temperaturen vor. Eine Südwestströmung brachte ab dem 17. September warme Luft. Trotz häufiger Bewölkung und gelegentlichem Niederschlag in den meisten Gebieten lag die Temperaturen 3 bis 5 Grad, in den Föhntälern sogar 5 bis 7 Grad über dem langjährigen Mittel.

Ein weiterer Kälteeinbruch

Vom 21. auf den 22. September brachte ein Kaltluftvorstoss aus Norden wieder etwas Schnee. Der Kaltfrontdurchgang löste auf der Alpennordseite kräftige Niederschläge aus. Damit verbunden war ein empfindlicher Temperaturrückgang. Mit regional klaren Nächten gab es am 23. und 24. September vor allem in der Ostschweiz lokal schwachen Bodenfrost. Die Tagesmitteltemperaturen blieben anschliessend bis am 25. September meist unter dem Durchschnitt. Nach einem weiteren Kaltfrontdurchgang vom 24. auf den 25. September sank die Schneefallgrenze bis gegen 2000 Meter hinunter. Danach dehnte sich ein atlantisches Hochdruckgebiet zum Alpenraum aus, was ein zweites mildes und sonniges Wochenende brachte. Danach blieb es mild bis zum Monatsende, allerdings fiel am letzten Tag des Monats Niederschlag.

Mild und niederschlagsarm

Nach Angaben von MeteoSchweiz lag die Septembertemperatur auf der Alpennordseite 0,6 bis 1,4 Grad über der Norm von 1981 bis 2010. In den Alpen erreichte der Temperaturüberschuss meist weniger als 1 Grad. Über die ganze Schweiz gemittelt, war der September 1,1 Grad milder als der Durchschnitt. Die Niederschlagsmengen waren ungewöhnlich gering. Am Alpennordhang und in Graubünden wurden meist 30 bis 75 Prozent der normalen Mengen registriert. Auf der Alpennordseite fielen verbreitet nur 20 bis 70 Prozent der durchschnittlichen Niederschläge. Eine Ausnahme bildete das St. Galler Rheintal, wo Niederschlagsmengen zwischen 90 und 120 Prozent verzeichnet wurden. Die Sonnenscheindauer erreichte in der Westschweiz 110 bis 120 Prozent der Norm. Am westlichen und zentralen Alpennordhang, lagen die Werte im Bereich der Norm. Sonnenschein-Defizite wurden nur in den östlichen Alpen mit meist 70 bis 90 Prozent des Durchschnitts verzeichnet.