Kritische Fragen zur Teilspange

Stadt, Kanton und Bund wollen eine dritte Röhre durch den Rosenberg und eine A1-Teilspange hinauf zur Liebegg realisieren. Dem Stadtrat wurde ein Vorstoss mit kritischen Fragen zur Teilspange eingereicht.

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Die Erstunterzeichner der Interpellation sind die Stadtparlamentarier Thomas Brunner (GLP), Markus Knaus (EVP) und Christian Neff (SVP). Sie nehmen in ihrem am Dienstag eingereichten Vorstoss Bezug auf eine Antwort des Stadtrates auf eine Einfache Anfrage, wonach die geplante Teilspange den Engpass beim Korridor St. Leonhard nicht nachhaltig entlasten werde. Sie stellen die Teilspange auch in Zusammenhang mit dem vor wenigen Wochen präsentierten städtischen Mobilitätskonzept und fragen den Stadtrat, wie er die im Konzept formulierten Ziele erreichen will.

Bitte um rasche Antwort

In direktem Zusammenhang mit der Teilspange steht die Güterbahnhof-Initiative der SP, über die in der Stadt am 28. Februar nächsten Jahres abgestimmt wird. Die Initiative kommt ohne Gegenvorschlag des Stadtrates zur Abstimmung. Die Interpellanten ersuchen den Stadtrat denn auch, noch vor dieser wichtigen Abstimmung auf den Vorstoss zu antworten. Sie fragen die Stadtregierung, mit welchen konkreten Massnahmen der Korridor St. Leonhard gegenüber dem Zustand heute nachhaltig entlastet werde. Die Interpellanten wollen auch wissen, wie an diesem Verkehrsknoten die im Mobilitätskonzept erwähnte Priorisierung des öffentlichen Verkehrs sowie des Langsamverkehrs sichergestellt werde. Eine Antwort muss der Stadtrat auch auf die Frage geben, mit welchen Massnahmen die in angrenzenden Quartieren bereits heute massiv beeinträchtigte Lebensqualität verbessert werden könne. Und ganz generell wollen die Interpellanten eine Antwort auf die Frage, wo gegenüber heute relevante Entlastungswirkungen zu erwarten seien und wo zusätzliche Belastungen bei einer Realisierung der Teilspange zur Liebegg.

Park and Ride als Alternative

Brunner, Knaus und Neff stellen auch die Frage, um wie viel effizienter eine Park-and-Ride-Anlage in der Liebegg für den Ziel- und Quellverkehr aus dem Appenzellerland wäre anstelle einer A1-Teilspange hinauf zur Kantonsgrenze. (dwi)