Kritisch gegenüber Landverkauf

Die Gegner des Dorfegg-Verkaufs in Waldkirch sind zahlreich. Dies zeigte der Impuls-Apéro der CVP. Unter dem Titel «Moderne Raumplanung» musste sich der Gemeinderat Kritik an seiner Vorlage anhören.

Manuela Bruhin
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Einfamilienhäuser dürften künftig auch in Waldkirch seltener werden. (Bild: Manuela Bruhin)

Einfamilienhäuser dürften künftig auch in Waldkirch seltener werden. (Bild: Manuela Bruhin)

WALDKIRCH. Begriffe wie «Verdichtetes Bauen» oder «Baulandhortung» sind momentan in aller Munde. Doch wie wirkt sich das neue Raumplanungsgesetz auf Waldkirch und Bernhardzell aus? Darüber wird derzeit heftig diskutiert – auch in Zusammenhang mit der anstehenden Abstimmung über den Landverkauf Dorfegg. Darum lud die CVP Waldkirch-Bernhardzell am Montag zum Impuls-Apéro. Vertreter aus Gemeinde und Kanton machten die Entwicklung deutlich. «Durch das neue Raumplanungsgesetz wächst der Druck», brachte es Ueli Strauss, Leiter kantonales Amt für Raumentwicklung (Areg), auf den Punkt.

Waldkircher wollen viel Raum

Seit 1900 waren jahrzehntelang jeweils rund 2600 Personen in Waldkirch und Bernhardzell zu Hause. Die eigentliche Entwicklung passierte in den vergangenen 20 Jahren: Die Bevölkerungszahl stieg auf rund 3500 an. Das Ziel des steten Bevölkerungswachstums ist zwar damit erreicht. Heini Forrer, Bereichsleiter Ortsplanung der Gemeinde Waldkirch, gab aber zu bedenken: «Einen solchen Anstieg wird es künftig nicht mehr geben.» Es werde immer mehr Bruttogeschossfläche verbraucht, im kantonalen Vergleich sei diese Entwicklung in Waldkirch überproportional. Dies habe dazu geführt, dass die Baulandreserven geschrumpft seien.

Dass die Ortsentwicklung nicht stillsteht, konnte auch Gemeindepräsident Franz Müller nicht von der Hand weisen. Doch wie diese Verdichtung nach innen in der Gemeinde konkret aussehen soll, erläuterte er nicht. Zuerst müsse die Dorfegg-Abstimmung am 20. September abgewartet werden.

Vorhaben kritisiert

In der anschliessenden Diskussionsrunde kam die Sprache schliesslich auf das Gebiet Dorfegg. Viele Gegner meldeten sich zu Wort – einige fanden den Zeitpunkt für den Verkauf ungünstig, andere wiederum bemängelten, dass auf dem Gebiet zeitgleich drei Mehrfamilienhäuser entstehen sollen. «Das heimische Gewerbe kann so unmöglich involviert werden», so der Tenor. Ein Redner gab zu bedenken, dass die geplanten Bauten aufgestockt werden könnten. Zu guter Letzt liess sich dennoch ein Befürworter finden. «Solange Waldkirch über Baulandreserven verfügt, wird bei uns in Bernhardzell nicht weiter eingezont.»