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Kritik am Halteverbot am Bahnhord Nord

ST.GALLEN. Um zum Bahnhof zu gelangen, halten viele Autofahrer an der Lagerstrasse an. Das ist zwar verboten, aber gang und gäbe. Kritiker wissen, wie der Konflikt am Bahnhof Nord zu lösen wäre.
Roger Berhalter
Ein Auto ist kein Car: Das Anhalten und Parkieren an der Lagerstrasse, zwischen Lokremise und Fachhochschule, ist für Private verboten. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Auto ist kein Car: Das Anhalten und Parkieren an der Lagerstrasse, zwischen Lokremise und Fachhochschule, ist für Private verboten. (Bild: Benjamin Manser)

Ein Reisebus der Firma Bogojevic biegt in die Lagerstrasse und hält auf dem Carparkplatz an. Er hat an diesem Mittwochmittag freie Bahn; kein anderer Bus und kein Taxi sind zu sehen. Der gelbe Parkbereich, der für sie reserviert ist, bleibt abgesehen vom serbischen Bus leer.

Fernbusse brauchen den Platz

Das ist nicht immer so. Obwohl an der Lagerstrasse seit März ein Halteverbot gilt, halten hier immer wieder Privatautos an, um jemanden aussteigen zu lassen oder vom Bahnhof abzuholen. Dafür wäre die Bahnhofvorfahrt im Parkhaus nebenan gedacht, wo acht Parkplätze nahe der Perrons bereitstehen und fünf Minuten Parkieren gratis ist. Dennoch wählen viele Autofahrer die illegale, oberirdische «Kiss & Ride»-Möglichkeit.

Die Busunternehmen, die am Bahnhof Nord verkehren, beschweren sich laut Stadtpolizei immer wieder, weil Privatautos den Carparkplatz blockieren. «In jüngster Zeit hatten wir vermehrt solche Reklamationen», sagt Polizeisprecher Dionys Widmer. Deshalb habe man beschlossen, das Halteverbot an der Lagerstrasse wieder häufiger zu kontrollieren. «Die Fernbusse sind auf diese Plätze angewiesen.» Auch gestern nachmittag büsste die Polizei mehrere Autofahrer.

Südliche Zufahrt nicht möglich

Für CVP-Stadtparlamentarier Michael Hugentobler zeigen die vielen Vergehen vor allem eines: «Sie beweisen, dass es ein Bedürfnis ist, dort jemanden ein- oder aussteigen zu lassen», schreibt er auf Facebook. Im Moment sowieso, da die Zufahrt auf der südlichen Seite des Bahnhofs wegen der dortigen Baustelle nicht möglich sei. Für ihn ist die Beschilderung falsch: «Richtig wäre ein Park-, kein Halteverbot», sagt er auf Anfrage. Einen politischen Vorstoss plane er derzeit nicht, doch sei das Halteverbot am Bahnhof Nord für ihn nicht nachvollziehbar. Nicht zuletzt deshalb, weil dort nur selten Taxis warten würden.

Deutliche Kritik äussert auch Martin Schregenberger, Präsident des Quartiervereins Rosenberg. «Die Leute regen sich im grossen Stil auf und widersetzen sich dem Halteverbot.» Er kritisiert auch die zu kurze unterirdische Parkiermöglichkeit: «Fünf Minuten reichen nirgends hin.» Vielmehr müsse man dort eine Viertelstunde parkieren können, und auch oberirdisch brauche es eine Haltemöglichkeit für Privatautos. Schregenberger bezweifelt insbesondere den Sinn des Taxiplatzes: «Ich habe dort noch nie einen Taxi gesehen.»

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