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KRIMINALSTÜCK: Emil ermittelt im Storchen

Morgen Samstag feiert im Kindertheater Storchen das Schauspiel «Emil und die Detektive» Premiere. Bis dahin wird noch fleissig geprobt.
Bettina Sieber
Emil (rechts) und die Detektive jagen den Schurken Grundeis quer durch Berlin. (Bild: Jil Lohse)

Emil (rechts) und die Detektive jagen den Schurken Grundeis quer durch Berlin. (Bild: Jil Lohse)

Bettina Sieber

bettina.sieber@tagblatt.ch

«Sie sind weg», sagt Emil Tischbein bestürzt. Die 140 Mark, die er mit einer Nadel in der Tasche seines blauen Sonntagsanzugs befestigt hatte, sind weg, gestohlen vom Dieb Grundeis. Das Bühnenbild im Kindertheater Storchen, wo an diesem Mittwochnachmittag geprobt wird, besteht aus Schwarz-Weiss-Fotografien der goldenen Zwanzigerjahre. Als Requisiten werden einfarbige Kartonkonstruktionen verwendet, die mal als Bahnsitz und mal als Coiffeurstuhl dienen. Diese Schlichtheit ermöglicht es dem Zuschauer, seine Aufmerksamkeit ganz auf die sechs- bis dreizehnjährigen Schauspieler und die Handlung des Kinderkriminalstücks zu richten.

Ein Mädchen spielt die Hauptrolle

Emil heisst mit richtigem Namen Leonie Martel und versteckt ihre langen Haare unter einer roten Schülermütze. «Sie ist sehr talentiert und passt perfekt in die Rolle», meint Regisseurin Bettina Kaegi. Martel wird sich mit Jan Simeon die Hauptrolle teilen. «Um die Schauspieler zu entlasten, gibt es zwei Besetzungen.» Für das Stück sind nämlich nicht ­weniger als 14 Aufführungen bis Mitte September geplant. Die 35 Kinder und Kurt Wettstein vom Storchen-Team, der als einziger Erwachsener die Rolle des Schurken Grundeis übernimmt, haben dafür fast ein halbes Jahr lang ­geprobt. Am Samstag um 17 Uhr wird es dann mit der ersten Aufführung losgehen. «Ich bin zwar schon etwas nervös, freue mich aber auch sehr», sagt die 11-jährige Leonie Martel. Der Text von Rico Bühler sitzt bei der Generalprobe schon gut. Bühler hat die Originalgeschichte von Erich Kästner zu einem kindergerechten Theater adaptiert und in den Dialekt übersetzt. Der Umgang mit Mikrofonen und Bühnenelementen muss jedoch noch geübt werden. «Wir sind gut im Zeitplan», meint Kaegi aber zuversichtlich. Sie erwarte nach dem Erfolg der Musicals «Pippi Langstrumpf», «Das Dschungelbuch» und «Schneewittchen» wieder viele Besucher. Nächste Projekte werden bereits geplant. Nach den Sommerferien wird das erste Erwachsenenstück, die Verwechslungskomödie «Charleys Tante», gespielt.

www.storchen.net

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