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KRIMINALITÄT: Mehr böse Buben in Rorschach

Der Blick in die Kriminalstatistik der Kantonspolizei St. Gallen zeigt für die Region Bodensee- Rheintal einen Rückgang bei Delikten. 2017 wurden 3940 Fälle erfasst; das sind 90 weniger, als im Jahr zuvor.
Rudolf Hirtl
Von 928 Diebstählen fallen in der Region Bodensee-Rheintal 102 auf Ladendiebstahl. (Bild: zVg)

Von 928 Diebstählen fallen in der Region Bodensee-Rheintal 102 auf Ladendiebstahl. (Bild: zVg)

Rudolf Hirtl

rudolf.hirtl@tagblatt.ch

Mit dem Rückgang um zwei Prozent, von 4030 auf 3940 Strafdaten, bewegt sich die Region Bodensee-Rheintal in der Kriminalstatistik für 2017 im kantonalen und nationalen Trend. Im Kanton St. Gallen sind 24545 Straftaten erfasst worden. Das sind 4,3 Prozent weniger als im Jahr zuvor.

In der Region Bodensee-Rheintal ist beim Blick zurück ein stabiles Niveau zu erkennen. Von 2011 bis 2017 bewegen sich die Deliktzahlen zwischen 4000 und 4700. Einziger Ausreiser ist das Jahr 2012 mit 5097 erfassten Strafdaten. Dies entsprach damals im Vergleich mit dem Jahr zuvor einer satten Zunahme von 9,4 Prozent. Verantwortlich dafür war eine Zunahme quer durch alle Gemeinden in der weiteren Region Rorschach.

Rorschach legt bei Strafdaten um 34 % zu

Eines vorweg; diese Prozentzahlen dürfen insbesondere bei kleinen Fallzahlen nicht überinterpretiert werden. Denn bereits kleine Differenzen können zu grossen Unterschieden führen. Auch ist zu beachten, dass Kriminalität einerseits in Städten aufgrund der Bevölkerungsdichte öfter vorkommt, und hierbei auch die sogenannten Kriminaltouristen eine entscheidende Rolle spielen. Auffällig ist dennoch, dass die Kerngemeinden der Region Rorschach nur wenig zur aktuell rückläufigen Statistik beigetragen haben. In der Stadt Rorschach wurden 666 Delikte erfasst. 2016 waren es noch 497. Aber auch Goldach (2017: 321/2016: 257, +25%) und Rorschacherberg (163/140, +16%) haben zugelegt. Leicht abgenommen haben Delikte nach Strafgesetzbuch in Thal, von 244 auf 237, und markant weniger weist St. Margrethen aus, nämlich 197 statt 307 (-36 Prozent).

Am stärksten ins Gewicht fallen in Rorschach Diebstähle. Von Trickdiebstahl, über Einschleichdiebstahl bis zu Ladendiebstahl; gesamt sind es 142 Fälle. Am meisten zugelegt haben Betrug (107/+94) und Sexualdelikte (20/+12). Auch in Rorschacherberg (40), in Goldach (65) und Thal (60) führt Diebstahl das Strafdatenranking an.

Tötungsdelikt ohne Toten in Steinach

Das einzige Tötungsdelikt in der Region Rorschach wurde in Steinach erfasst. «Ein Mann wurde von einem anderen Mann mit einem Gummispanner gewürgt. Nachdem Bekannte eingeschritten sind, hat der Täter von seinem Opfer abgelassen», so Kapo-Mediensprecher Gian Andrea Rezzoli. Umgekommen sei niemand, doch da auch der Versuch als Tötungsdelikt gelte, scheine der Fall in der Statistik auf.

Zugenommen haben in der Region Bodensee-Rheintal im vergangenen Jahr die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz; sie sind von 1251 auf 1296 Fälle gestiegen, was einer Steigerung von vier Prozent entspricht. Lokal gesehen tendieren Rorschach mit 120 gegenüber 135, Goldach (49/89) und Rorschacherberg (15/33) nicht zu dieser Tendenz. Alle verzeichnen ein Minus im zweistelligen Bereich nämlich 11, 45 und 55 Prozent.

Vandalismus bleibt ein grosses Problem

Kontinuierlich hoch bleiben in der Region Bodensee-Rheintal und auch in den einzelnen Gemeinden der Region Rorschach Sachbeschädigungen, bei denen es oft um reine Zerstörungslust ohne weiteren Zweck geht. Aber auch wenn zuletzt Schulen in der Region mit Videokameras aufgerüstet haben, um Vandalen fernzuhalten, so sind in der Kriminalstatistik nicht etwa mutwillige Sachschäden an Bildungsstätten führend. So wurden kantonsweit 1390 Sachbeschädigungen registriert. Davon fallen nicht weniger als 588 auf Verkehrsmittel. Dahinter folgt Vandalismus an Wohnräumen, Heimen und öffentlichem Verkehr. Schulen folgen erst auf Platz sieben. In der Region führt wenig überraschend die Stadt Rorschach die Statistik mit mutwilligen Sachbeschädigungen an. Und zwar mit 76 Fällen, vor Rheineck (38), Goldach (27), Rorschacherberg (19), St. Margrethen (15), Thal (13) und Steinach (9).

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