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KRIESSERN: Rheintalerin für "Helden des Alltags" nominiert

Das Schweizer Radio und die Sendung "Schweiz aktuell" haben drei ehrenamtlich arbeitende Menschen ins Rennen um den Ehrenpreis "Helden des Alltags" geschickt. Christina Hutter-Frei aus Kriessern ist eine der Finalistinnen. Die Auszeichnung wird am 20. März verliehen.
Christina Frei-Hutter aus Kriessern ist eine von drei Finalistinnen für den Ehrenpreis. (Bild: SRF/Merly Knörle)

Christina Frei-Hutter aus Kriessern ist eine von drei Finalistinnen für den Ehrenpreis. (Bild: SRF/Merly Knörle)

KRIESSERN. "Jo was, hui, da isch den schö", sagt Christina Frei dem Schweizer Radio, als die Rheintalerin von ihrer Nomination erfährt. Für sie sei es ein wenig überraschend, sie freue sich aber umso mehr.

Unter 300 Vorschlägen wurde sie von der Jury zur einer von drei Finalisten erkoren. Die Jury – bestehend aus Theres Arnet-Vanoni, Präsidentin Benevol Schweiz, Peter Röthlisberger, Chefredaktor der Blick-Gruppe, Nina Mavis Brunner, Moderatorin Kulturplatz, sowie den "Heldinnen des Alltags 2014" Esther Schönmann und Tanja Reusser – nominierte nach langen Diskussionen neben Christina Frei, eine weitere Frau und einen Mann. Seit Mittwochmorgen kann das Publikum nun auf srf1.ch für einen der Finalisten voten.

Chor seit zehn Jahren
Die 53-Jährige aus Kriessern hat vor über zehn Jahren den Chor "SunSingers" ins Leben gerufen. Das Besondere ist, dass es sich dabei um eine Singgemeinschaft von Menschen mit grösstenteils geistiger Beeinträchtigung handelt. "Umso grösser ist aber deren musikalisches Einfühlungsvermögen", wie Chorleiterin Frei in einem früheren Interview mit unserer Zeitung festhielt.

Wie Frei erklärt, besteht der Chor bereits seit zehn Jahren. Die ausgebildete Heilpädagogin bot damals im Programm der Pro Infirmis St.Gallen-Appenzell den Kurs "Singen im Chor" an. 20 singbegeisterte Kinder und Erwachsene meldeten sich und probten eifrig für ihren ersten Auftritt. Diesen meisterte der Chor mit Bravour. Nicht nur mit ihren Stimmen wussten die Chor-Mitglieder das Publikum zu begeistern, sondern vor allem auch mit ihrer Lebensfreude. Weitere Projekte und Konzerte folgten. Fortan nannten sich die Singbegeisterten "SunSingers".

Im vergangenen Jahr konnte der Chor gar seine erste CD aufnehmen und die Platte im Kreise von Gästen und Angehörigen taufen.

Das Besondere: der Applaus
Heute bestehen die "SunSingers" aus 40 Personen. Unterstützt werden sie von 15 Mitsängern und Helfern. Diese Personen würden ihr besonders auch bei Konzertreisen unter die Arme greifen und während den Proben mithelfen die Melodie der jeweiligen Lieder zu führen, sagt Christina Frei.

Alle zwei Wochen versammeln sich die "SunSingers" denn auch zur Probe. Wohl bereite sie sich für die Singstunden vor, allerdings lasse sie immer Platz für spontane Einfälle, sagt Christina Frei. Wie sie heute im Radio-Interview mit SRF1 verrät, müsse sie immer auf die Stimmung reagieren. "Wenn zum Beispiel einige spontan einen anderen Liederwunsch äussern, so gehe ich darauf ein." Auch komme es vor, dass einige eine CD mit in die Chor-Probe nehmen und diese dann gerne abspielen würden. Diese Dinge machen die Proben so speziell.

Laut Frei ist aber gerade der Applaus während den Proben und nach den Auftritten das Besondere für ihre Sängerinnen und Sänger. "Es zeigt ihnen, dass sie was können, dass sie beachtet und wahrgenommen werden."

Arbeit ist unentgeltlich
Christina Frei organisierte neben den Proben auch die Auftritte der Singgemeinschaft. Aber auch Fahrgelegenheiten und administrative Aufgaben gehören zu ihren Tätigkeiten. Als dies tut die 53-Jährige freiwillig und unentgeltlich.(pd/lex)

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