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KREISGERICHT: Haft und Busse für Einbrüche quer durch die Stadt St.Gallen

Ein 27-jähriger Schweizer ist für 33 Einbrüche in St.Gallen verantwortlich. Rund die Hälfte beging er zusammen mit einem gleichaltrigen Kumpanen. Das Gericht verurteilte das Duo jetzt zu Bussen und Haftstrafen.
Claudia Schmid
Ungenügend gesicherte Fenster sind ein Schwachpunkt, den Einbrecher oft zum Einsteigen in eine Liegenschaft nutzen. (Bild: Symboldbild: Walter Bieri/KEY)

Ungenügend gesicherte Fenster sind ein Schwachpunkt, den Einbrecher oft zum Einsteigen in eine Liegenschaft nutzen. (Bild: Symboldbild: Walter Bieri/KEY)

Die Beschuldigten hatten es bei ihren Raubzügen vor allem auf Restaurants, Bars, Sportgeschäfte, Kirchen und Schulhäuser abgesehen. Sie erbeuteten Kameras, Videorekorder, Computer und andere Wertgegenstände. Zudem plünderten sie Kaffee-, Registrier- und Trinkgeldkassen sowie das Kässeli fürs Fastenopfer einer Kirche. Waren sie zu zweit unterwegs, teilten sie sich die Beute. Diese hat einen Gesamtwert von über 60'000 Franken. Dazu kommen Sachschäden von rund 96'000 Franken.

Viele Vorstrafen

Die beiden jungen Männer hatten sich Mitte Februar vor dem Kreisgericht St.Gallen zu verantworten. In der Befragung zeigte sich, dass sie ein beachtliches Vorstrafenregister vorweisen können. Der eine hatte Verurteilungen wegen Sprayereien, fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst, Vergehen gegen das Betäubungsmittelgesetz, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Hängig ist ausserdem ein Verfahren, weil er mit dem Auto seines Grossvaters fuhr, obwohl er keinen Führerausweis besass. Die 33 Einbrüche, um die es an der aktuellen Gerichtsverhandlung ging, beging er zwischen September 2015 und September 2016.

Der zweite Mann war wegen Angriff, Diebstahl, Raub, Einbrüchen, Delikten gegen das Betäubungsmittelgesetzes und anderer Straftaten verurteilt worden. Er verbrachte bereits einige Monate im Gefängnis. Seit einem Jahr absolviert er eine Lehre. Vor Gericht zeigte er sich reuig. Er hatte sich von September 2015 bis Juni 2016 an Einbrüchen beteiligt.

Die meisten Einbrüche zugegeben

Die Beschuldigten gaben die meisten Einbrüche zu. In einzelnen Fällen sagten sie aus, sie wüssten nicht mehr, ob diese auf ihr Konto gingen. Er sei in jener Zeit meist betrunken gewesen und habe unter Kokaineinfluss gestanden, sagte einer der Männer. Die Beute habe er für den Lebensunterhalt und die Alimente für sein Kind gebraucht.

Die Staatsanwältin beantragte für den ersten Beschuldigten eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 24 Monaten und den Widerruf einer früher bedingt ausgesprochenen Geldstrafe. Für den zweiten erachtete sie eine unbedingte Freiheitsstrafe von 14 Monaten und eine Busse als gerechtfertigt. Die Verteidiger beantragten mildere Strafen. Sie machten geltend, ihre Mandanten seien geständig und hätten ihr Unrecht unterdessen eingesehen.

Teils härtere Strafen als verlangt

Das Kreisgericht sprach die beiden jungen Männer des banden- und gewerbsmässigen Diebstahls, der Sachbeschädigung und des Hausfriedensbruchs schuldig. Der eine wurde zusätzlich einer Übertretung des Betäubungsmittelgesetzes schuldig befunden. Den ersten Beschuldigten bestrafte das Kreisgericht härter als es die Staatsanwaltschaft beantragt hatte: Er fasste eine teilbedingten Freiheitsstrafe von 28 Monaten, wobei ein Jahr zu vollziehen ist.

Sein Kollege erhielt eine unbedingte Freiheitsstrafe von einem Jahr. Er wird sie wahrscheinlich in Halbgefangenschaft verbringen können, um die Möglichkeit zu haben, seine Lehre fortzuführen. Zusätzlich muss er eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen à zehn Franken und eine Busse von 300 Franken zahlen. Beide werden zudem für die Verfahrenskosten und Schadenersatzforderungen, die mehrere zehntausend Franken betragen, aufkommen müssen.

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