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KREDIT: Beim Turnen geht das Licht aus

An der Tübacher Mehrzweckhalle nagt der Zahn der Zeit. Kalte Duschen, schlechte Lichtverhältnisse und kaputte Fenster sind nur einige der Alterserscheinungen. Der Rat will 4,8 Millionen Franken investieren.
Jolanda Riedener
Der Anbau auf der Südseite öffnet den Weg zur «Arche» und bietet einen zusätzlichen, hellen Raum. (Bild: Visualisierung/PD)

Der Anbau auf der Südseite öffnet den Weg zur «Arche» und bietet einen zusätzlichen, hellen Raum. (Bild: Visualisierung/PD)

Sie ist in die Jahre gekommen, die Tübacher Mehrzweckhalle. Der Küche mit den senfgelben Schränken sieht man ihr Alter an. Beinahe vierzig Jahre hat sie auf dem Buckel. Ein Zugang zum Küchenbereich erfolgt von aussen über zwei steile Treppen – nicht sehr bequem für die Warenanlieferung. «Das ist alles andere als zeitgemäss», sagt Gemeindepräsident Michael Götte. Vieles ist noch auf dem Stand von 1979.

Seither habe man die Küche zwar um einen Raum erweitert, dafür wurde der Geräteraum kleiner. Turnmatten und Barren reihen sich dicht aneinander. «Die Beleuchtung in der Halle funktioniert nicht mehr richtig. Zwischendurch wird es plötzlich dunkel», sagt Götte. Bisher habe das Problem kein Elektriker lösen können.

Kalte Duschen und schlechte Fenster

Ein ähnliches Bild zeigt sich im Untergeschoss, wo sich die Garderoben und WCs befinden. Der Hausabwart habe sich bemüht und alle Anlagen gut unterhalten. Doch die alten Fliesen glänzen nicht mehr, die Duschen sind nicht zeitgemäss: «Wer warm duschen will, braucht Geduld», sagt Götte. Ersatzteile für die Haarföhne sind nicht mehr erhältlich.

Auch die Fenster und Fassaden müssten erneuert werden, der Energieverbrauch ist hoch und sollte dringend eingedämmt werden. Automatisch lassen sich nicht mehr alle Hallenfenster öffnen. Die Gebäudetechnik, die Heizungs- sowie die Akustikanlagen brauchen ebenfalls eine Erneuerung. Im Zuge der Sanierung wird auf dem Dach des Gebäudes eine Fotovoltaik-Anlage angebracht.

Der Bühnenzugang erfolgt heute durch die Küche. Dort, in der «Arche», finden kleinere Infoveranstaltungen oder Apéros statt. Der Raum wurde 2002 erbaut und eignet sich zum Beispiel für Gymnastikübungen, allerdings gibt es keine dazugehörigen Garderoben oder Duschen. Auch diese sind nur über die Küche erreichbar. Mit einem Anbau, einem Foyer, soll dieser Durchgang neu ausserhalb möglich sein. Weiter werde das Mehrzweckgebäude mit einem Raum bereichert. Der Anbau wird mit einer Glasfront versehen und die Südseite erhält dadurch ein neues Erscheinungsbild. Für Götte stellt das nebst der generellen Sanierung einen Mehrwert dar. «Wir wollen das Projekt ganzheitlich anschauen und die Sanierung richtig machen», sagt er. Auch der Saal auf der Westseite der Mehrzweckhalle, in dessen Untergeschoss sich die Kinderkrippe befindet, erhält einen neuen Anstrich. Dort steht insbesondere eine Renovation des Holzbodens an und eine Erneuerung der Beleuchtung. «Die Krippe wird vom Umbau kaum betroffen sein», sagt Götte.

Neubau wäre teurer als umfassende Renovation

Die Sanierung inklusive Anbau kostet 4,8 Millionen Franken. Der Gemeinderat hat auch einen Neubau geprüft, der aber deutlich teurer ausgefallen wäre: «Unsere Mehrzweckhalle ist genau das, was wir in Tübach brauchen», sagt Götte. Neben der umfassenden Sanierung und Erweiterung werde auch das Mobiliar ersetzt. Die Schule nutzt die Halle am häufigsten. Weiter würden Tübacher Vereine sowie Auswärtige die gut belegte Halle nutzen. Hinzu kommen unter anderem Abendunterhaltungen des Turnvereins, der Musikgesellschaft oder des Männerchors. Die Bürger befinden an der Versammlung vom 28. März über den Kredit. Der Gemeinderat hat das Baugesuch bereits genehmigt und eingereicht. Stimmen die Bürger der Sanierung zu, beginnen die Bauarbeiten schon im Juni, unmittelbar nach dem kantonalen Schwingfest. So soll die Hallennutzung möglichst wenig tangiert werden.

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